...

Home » Glossar » SMED (Single Minute Exchange of Die)

SMED (Single Minute Exchange of Die): Definition, internes und externes Rüsten

SMED (Single Minute Exchange of Die) ist eine Lean-Methode, um die Rüstzeit von Stunden auf einstellige Minuten zu senken. Ihr zentraler Schritt ist die Trennung von internem Rüsten, das nur bei stehender Maschine möglich ist, vom externen Rüsten, das bei laufender Maschine vorbereitet werden kann. Verlagern Sie Arbeit von intern nach extern, und die Stillstandszeit bricht ein.

Warum ist SMED wichtig?

SMED ist wichtig, weil lange Rüstvorgänge verfügbare Produktionszeit auffressen und Werke zu großen, verschwenderischen Losen drängen. Die Rüstzeit von Stunden auf Minuten zu senken setzt Kapazität frei, macht kleine Lose und Pull praktikabel und verbessert die Gesamtanlageneffektivität. Für viele Linien sind schnellere Rüstvorgänge der größte einzelne Hebel auf die Ausbringung, ohne neue Maschinen zu kaufen.

Wie senkt SMED die Rüstzeit?

Die Methode arbeitet in einer klaren Reihenfolge:

  • Zeichnen Sie den gesamten Rüstvorgang auf und listen Sie jeden Schritt.
  • Ordnen Sie jeden Schritt dem internen Rüsten (Maschine steht) oder dem externen Rüsten (Maschine läuft) zu.
  • Verlagern Sie so viel wie möglich von intern nach extern, damit es im Voraus vorbereitet ist.
  • Vereinfachen Sie den internen Rest: Schnellspanner, standardisierte Werkzeuge, kein Suchen nach Teilen.
  • Standardisieren Sie den neuen Rüstvorgang und feilen Sie die Zeit weiter herunter.

Was ist der Unterschied zwischen internem und externem Rüsten?

Maßgeblich ist der Maschinenzustand: Interne Schritte setzen Stillstand voraus und verlängern damit die Rüstzeit.

 

Externes Rüsten lässt sich erledigen, während die Maschine noch den vorherigen Auftrag fährt, und kostet somit keine Stillstandszeit. Der ganze Sinn von SMED ist, internes in externes Rüsten zu überführen, was jene Kapazität freisetzt, auf die Lean Production und kleine Lose im Pull-Prinzip angewiesen sind.

Internes vs externes Rüsten

Der Unterschied entscheidet, wie viel Zeit die Anlage beim Produktwechsel tatsächlich stillsteht.

AspektInternes RüstenExternes Rüsten
DefinitionArbeitsschritte, die nur bei stehender Maschine möglich sindArbeitsschritte, die bei laufender Maschine erledigt werden können
ZeitfensterZwischen dem letzten Gutteil des alten und dem ersten Gutteil des neuen AuftragsDavor oder danach, während die Anlage produziert
Typische SchritteWerkzeug aus- und einbauen, Anschläge justieren, Erstmuster prüfen und nachregelnWerkzeug vorwärmen und am Rüstwagen bereitstellen, Material und Prüfmittel kommissionieren, Auftragspapiere und Programme vorbereiten
WirkungZählt voll in die Stillstandszeit und senkt die VerfügbarkeitKostet Personalzeit, aber keine Anlagenzeit
SMED-AnsatzVerbleibende Schritte vereinfachen: Schnellspanner statt Schrauben, Standardhöhen, feste NullpunkteErst sauber trennen, dann so viele interne Schritte wie möglich hierher verlagern
Wo es schiefgehtSuchen, Holen und Warten passieren im Stillstand, weil nichts vorbereitet wurdeDie Schritte gelten als extern, werden aber trotzdem erst nach dem Stopp erledigt

Kostenlose SMED-Rüstanalyse

Das Blatt listet jeden Rüstschritt, kennzeichnet ihn als intern oder extern und verfolgt die Zeit, die Sie von der stehenden Maschine wegverlagern, damit die Einsparung gemessen und nicht nur behauptet ist. Checkliste herunterladen (PDF). Sie können die Checkliste auch digital in flowdit auf Handy, Tablet oder PC ausfüllen.

Verwandte Begriffe

Weiterlesen

Rüstzeit kostet Sie eine halbe Schicht pro Woche?
Rüstschritte und Zeiten digital erfassen und Schritt für Schritt herunterfahren.

Screenshot von flowdit-Anwendung