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Poka Yoke: Fehlervermeidung an der Quelle statt Kontrolle am Ende

Poka Yoke ist das japanische Prinzip der Fehlervermeidung: eine Aufgabe so gestalten, dass der Fehler gar nicht erst gemacht werden kann oder nicht unbemerkt durchgeht. Ein Stecker, der nur in einer Richtung passt, ist Poka Yoke. Es unterscheidet sich von der Prüfung, die den Fehler erst nach dem Entstehen entdeckt; Poka Yoke stoppt ihn an der Quelle.

Warum ist Poka Yoke wichtig? 

Poka Yoke ist wichtig, weil es die Möglichkeit zum menschlichen Fehler beseitigt, statt sich darauf zu verlassen, dass Menschen fehlerfrei bleiben, und das ist der günstigste und verlässlichste Weg, Fehler zu vermeiden. Die Fehlervermeidung in die Aufgabe einzubauen senkt Ausschuss, Nacharbeit und Prüfaufwand und stützt einen First-Time-Right-Ansatz an die Qualität. Es zählt zu den praktischsten Werkzeugen in schlanker Produktion und stetiger Verbesserung.

Welche Arten von Poka Yoke gibt es?

Fehlervermeidung wirkt auf einige wiedererkennbare Weisen:

  • Kontakt: eine Form oder Vorrichtung, die nur die richtige Passung oder Ausrichtung zulässt.
  • Fester Wert: eine Prüfung, ob die richtige Zahl an Teilen oder Schritten erfolgt ist, etwa ein Zählwerk.
  • Schrittfolge: eine Reihenfolge, die den nächsten Schritt erst zulässt, wenn der vorige erledigt ist.
  • Warnung oder Verhinderung: manche Poka Yoke warnen die Person, die stärkeren verhindern den Fehler schlicht.

Wie unterscheidet sich Poka Yoke von einer Prüfung

Die Prüfung, Teil der Qualitätskontrolle, fängt einen Fehler ab, nachdem er entstanden ist. Poka Yoke verändert die Aufgabe so, dass der Fehler gar nicht entstehen oder nicht unbemerkt weiterlaufen kann. Die Prüfung hängt davon ab, dass jemand ihn bemerkt; Poka Yoke hängt von niemandem ab. Wenn eine Ursachenanalyse (RCA) auf menschliches Versagen zeigt, ist ein Poka Yoke oft die eigentliche Lösung.

Poka Yoke vs Prüfung 

Poka Yoke verhindert, die Prüfung entdeckt. Beides hat seinen Platz.

AspektPoka YokePrüfung
AnsatzpunktDie Gestaltung von Werkzeug, Vorrichtung oder AblaufDas fertige Teil oder der abgeschlossene Arbeitsschritt
ZeitpunktWährend der Handlung, im selben MomentDanach, oft erst am Ende der Linie
WirkungsweiseVerhindernd, wenn der falsche Griff mechanisch unmöglich ist, sonst erkennend mit sofortigem SignalErkennend, abhängig von Prüfmerkmal, Stichprobe und Aufmerksamkeit
AufwandEinmalig in der Konstruktion, danach ohne Zusatzzeit je TeilWiederkehrend, mit jedem geprüften Teil
Kosten des FehlersKein oder minimaler Nacharbeitsaufwand, der Fehler verlässt den Arbeitsplatz nichtNacharbeit oder Ausschluss, bei Stichproben zusätzlich Rückverfolgung der Charge
GrenzeGreift nur für vorhergesehene Fehlerarten, verlangt konstruktiven Zugriff auf den ProzessFindet auch Unerwartetes, aber erst nachdem es entstanden ist

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