Quality Function Deployment (QFD): Definition, Ablauf und House of Quality
Quality Function Deployment (QFD) ist eine Methode, um das, was Kunden wirklich wollen, in konkrete technische Spezifikationen zu übersetzen, damit die Stimme des Kunden bis zur Zeichnung überlebt. Oft wird QFD mit dem House of Quality gleichgesetzt, doch das House of Quality ist nur eine Matrix innerhalb von QFD, nicht die ganze Methode.
Warum ist Quality Function Deployment wichtig?
QFD ist wichtig, da es verhindert, dass der eigentliche Kundenwunsch auf dem Weg von der Idee zur technischen Spezifikation verloren geht. Indem es die Stimme des Kunden in messbare Merkmale übersetzt, senkt es späte Änderungen und Nacharbeit und lenkt den Aufwand dorthin, wo er den Kunden am stärksten betrifft. Besonders wertvoll ist es früh in der Produktentwicklung und passt natürlich zu APQP.
Wie funktioniert QFD?
QFD trägt die Kundenstimme durch eine Kette von Übersetzungen:
- Erfassen, was der Kunde will, in seinen Worten (Voice of Customer).
- Diese Wünsche nach Bedeutung gewichten, damit Abwägungen ehrlich sind.
- Sie in messbare technische Merkmale übersetzen.
- Abbilden, welches Merkmal welchen Wunsch treibt und wo Merkmale in Konflikt stehen.
- Die Prioritäten hinunter in Konstruktion, Prozess und Produktionsplanung tragen.
Wie unterscheidet sich QFD vom House of Quality?
QFD ist der ganze Ansatz und spannt oft mehrere Matrizen von den Kundenbedürfnissen bis zur Produktion.
Das House of Quality ist die erste und bekannteste dieser Matrizen, die Kundenwünsche gegen technische Merkmale abbildet. Jedes House of Quality ist QFD, aber nicht alles an QFD ist das House of Quality. In der Automobilindustrie gehört QFD in die frühe Planung, oft im Rahmen der IATF 16949 Zertifizierung.
QFD vs House of Quality
Das House of Quality bildet Kundenwünsche und technische Merkmale ab, QFD führt sie bis in die Fertigung
| Aspekt | QFD | House of Quality |
|---|---|---|
| Was es ist | Eine Methode, die Kundenanforderungen bis in die Fertigungsvorgaben durchreicht | Die erste Matrix dieser Methode, benannt nach ihrer dachförmigen Darstellung |
| Umfang | In der verbreiteten Vier-Phasen-Form: Produktplanung, Komponenten, Prozesse, Fertigung | Eine einzelne Phase, die Produktplanung |
| Was darin steht | Jede Phase übernimmt die Ergebnisse der vorigen als neue Eingangsgrößen | Kundenanforderungen mit Gewichtung, technische Merkmale, ihre Wechselwirkungen und der Wettbewerbsvergleich |
| Ergebnis | Prüf- und Prozessvorgaben, die sich auf eine Kundenanforderung zurückführen lassen | Priorisierte technische Merkmale mit Zielwerten |
| In der Praxis | Viele Projekte durchlaufen nur die erste Phase | Wird deshalb oft mit QFD gleichgesetzt, obwohl es nur der Einstieg ist |
Verwandte Begriffe
- Qualitätssicherung – die Disziplin, die QFD nach vorn verlagert.
- Statistical Process Control (SPC) – überwacht die priorisierten Merkmale in der Serie.
- Computer Aided Quality Assurance (CAQ) – verankert die Prüfmerkmale in Software.
- House of Quality (HoQ)
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