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Papierlose Fabrik: Vom Prüfprotokoll bis zur Schichtübergabe ohne Papier

Eine papierlose Fabrik führt ihre Dokumentation, Prüfungen, Arbeitsanweisungen und Aufzeichnungen auf dem Hallenboden digital statt auf Papier. Die Information wird dort erfasst, wo die Arbeit geschieht, und steht in Echtzeit zur Verfügung. Ein papiergebundener Betrieb erfasst auf dem Hallenboden und tippt später ab, wobei sich Fehler, Verzögerungen und verlorene Formulare einschleichen.

Warum ist eine papierlose Fabrik wichtig? 

Eine papierlose Fabrik ist wichtig, weil Papieraufzeichnungen auf dem Hallenboden erfasst und später abgetippt werden, sodass die Information stets etwas veraltet ist und sich unterwegs Fehler einschleichen. Prüfungen, Arbeitsanweisungen und Aufzeichnungen digital an der Quelle zu erfassen, hält den ganzen Hallenboden auf aktuellen, richtigen Daten. Zugleich werden Aufzeichnungen durchsuchbar, nachvollziehbar und lassen sich nicht mehr in einem Ordner verlieren.

Was ersetzt eine papierlose Fabrik

Eine papierlose Fabrik digitalisiert den Papierkram, der sich früher auf dem Hallenboden auftürmte:

  • Arbeitsanweisungen und SOPs werden zu digitalen Arbeitsanweisungen auf einem Gerät.
  • Inspektionen und Qualitätsprüfungen werden mit Fotos direkt vor Ort erfasst.
  • Instandhaltungs- und Stillstandsprotokolle werden einmal eingegeben, nicht abgeschrieben.
  • Freigaben sind mit Zeitstempel versehen und nachvollziehbar, keine Unterschriften auf einem Blatt.
  • Aufzeichnungen sind durchsuchbar und gesichert, nicht in einen Ordner gestopft.

Wie unterscheidet sie sich vom papiergebundenen Betrieb

Wann und wie die Aufzeichnung entsteht. Papier wird auf dem Hallenboden erfasst und später erneut eingegeben, sodass der Status stets etwas veraltet ist und sich beim Abtippen Fehler einschleichen. Eine papierlose Fabrik erfasst die Aufzeichnung einmal, an der Quelle, und sie ist sofort aktuell. Sie ist mit einem Manufacturing Execution System gekoppelt, damit der ganze Hallenboden synchron bleibt, und sie ist ein Schritt hin zur Industrie 5.0. Dieselbe Arbeit, ohne Abtippen, ohne verlorene Formulare.

Papierlos vs papiergebunden

Sechs Punkte, an denen sich der Unterschied im Arbeitsalltag zeigt.

AspektPapierlose FabrikPapiergebunden
ErfassungEinmal am Ort des Geschehens, direkt im SystemZweimal: erst auf dem Formular, später in der Eingabe
FehlerquellePflichtfelder und Plausibilitätsprüfungen greifen bei der EingabeÜbertragungsfehler, unleserliche Handschrift, nachträglich ausgefüllte Blätter
AuskunftsfähigkeitDer Stand ist jederzeit abrufbar, auch für Schichtleitung und QSErst nach Rücklauf und Erfassung der Blätter
NachweisEintrag mit Zeitstempel, Benutzerkennung, Foto und ÄnderungshistorieUnterschrift und Datum, spätere Änderungen kaum nachvollziehbar
WiederfindenSuche über Anlage, Zeitraum oder Prüfmerkmal, SekundenOrdner und Archiv, bei Rückrufen und Audits der eigentliche Aufwand
SchwachstelleAbhängig von Geräten, Netz und Berechtigungen, Einführung kostet ZeitFunktioniert überall und ohne Strom, dafür ohne Auswertbarkeit

Verwandte Begriffe

Den Hallenboden noch über Papier und Klemmbretter steuern?
Prüfungen, Anweisungen und Aufzeichnungen auf jedem Gerät digitalisieren.

Screenshot von flowdit-Anwendung