Performance Testing (Leistungsprüfung): Definition und Abgrenzung zum Functional Testing
Performance Testing setzt Zahlen hinter ein System unter realer oder Spitzenlast: Geschwindigkeit, Kapazität, Durchsatz und wie stabil es bleibt. In der Inbetriebnahme wird es mit dem Functional Testing verwechselt, das nur fragt, ob eine Funktion überhaupt arbeitet. Performance Testing fragt, wie gut, und gegen einen Zielwert, den Sie erreichen müssen. Gemeint ist die Anlagenleistung, nicht der softwareseitige Lasttest.
Warum ist Performance Testing wichtig?
Im Performance Testing weisen Sie nach, dass ein System seine vertraglichen Zahlen tatsächlich erreicht, nicht nur, dass es läuft. Ohne diesen Nachweis kann eine Anlage jede Funktionsprüfung bestehen und trotzdem bei Durchsatz, Kapazität oder Stabilität einbrechen, sobald sie echte Last trägt, und Sie entdecken den Rückstand erst in der Produktion. Es ist der Nachweis, der bei der Übergabe aus einem laufenden ein abgenommenes System macht.
Was misst Performance Testing?
Es übersetzt Verhalten in Zahlen. Meist:
- Durchsatz: Stück oder Volumenstrom gegen den Nennwert.
- Wie schnell das System seine Arbeit unter Last erledigt.
- Das Maximum, das es hält, bevor Ausbringung oder Qualität nachlassen.
- Ob die Werte über einen langen Lauf halten, nicht nur in einem kurzen Schub.
- Energie- oder Materialeinsatz je gefertigter Einheit.
Performance Testing oder Functional Testing – Wo liegt der Unterschied?
Functional Testing bestätigt, dass eine Funktion arbeitet. Das Performance Testing (Leistungsprüfung) misst, wie gut, gegen einen Zielwert.
Ein Förderband kann das Functional Testing bestehen, indem es in beide Richtungen läuft, und dann am Performance Testing scheitern, weil es die Nenngeschwindigkeit nicht hält. Funktionen kommen zuerst. Die Zahlen bedeuten erst dann etwas, wenn sie es tun.
Wann findet das Performance Testing statt?
Spät in der Inbetriebnahme, nachdem die Funktionen bestanden haben, und oft innerhalb des Site Acceptance Test. Das Erreichen der Leistungsziele ist meist der letzte Nachweis, der für die Betriebsbereitschaft und die Übergabe fehlt.
Performance Testing vs Functional Testing
Leistungsnachweis (Performance Testing) und Funktionsnachweis (Functional Testing), zwei Stufen derselben Abnahme.
| Aspekt | Performance Testing | Functional Testing |
|---|---|---|
| Frage | Wie gut leistet es? | Arbeitet die Funktion? |
| Misst | Geschwindigkeit, Kapazität, Durchsatz, Stabilität über die Laufzeit | Korrektes Verhalten, Ja oder Nein |
| Reihenfolge | Nachdem die Funktionen bestanden haben | Zuerst |
| Bestanden, wenn | Es den Zielwert unter Last erreicht | Es die Spezifikation erfüllt |
| Ergebnis | Messprotokoll mit Ist-Werten gegen Zielwerte | Prüfliste mit Haken und Abweichungen |
| Verankert in | Leistungsgarantie im Liefervertrag | Funktionsspezifikation, FDS |
| Typischer Fehlerfall | Anlage läuft, bleibt aber unter Nennausbringung | Verriegelung oder Signal fehlt |
| Beispiel | Förderband hält die Nenngeschwindigkeit | Förderband läuft in beide Richtungen |
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Der Tracker listet jede Kennzahl, ihren Vertragszielwert und das gemessene Ergebnis, damit kein System bei 90 Prozent der Nennausbringung abgenommen wird. Checkliste herunterladen (PDF). Sie können die Checkliste auch digital in flowdit auf Handy, Tablet oder PC ausfüllen.
Verwandte Begriffe
- Inbetriebnahmeprozess – die Abfolge, die sie abschließt.
- Functional Performance Testing (FPT) – der Leistungsnachweis unter Last.
- Factory Acceptance Test (FAT) – kann Leistungsprüfungen einschließen.
- Overall Equipment Effectiveness (OEE) – fasst Leistung mit Verfügbarkeit und Qualität zusammen.
- Operational Readiness
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