Zusammenfassung: Wartungsintervalle zu verwalten ist heute der kleinste Teil dessen, was eine gute Instandhaltungssoftware leisten sollte. Maschinen, Prüfungen, Störungen, Arbeitsaufträge, Dokumente und Maßnahmen erzeugen täglich Daten. Entscheidend ist, ob die Lösung den Arbeitsablauf verbessert oder lediglich bestehende Dokumente digitalisiert. remberg konzentriert sich auf das klassische Maintenance-Umfeld: Anlagen, Störungen, Wartungspläne, Arbeitsaufträge, Ersatzteile, Ressourcenplanung und ein KI-Copilot, der auf den eigenen Instandhaltungsdaten arbeitet. flowdit verbindet diese Prozesse mit Inspektionen, Audits, Abweichungen, Korrekturmaßnahmen und Inbetriebnahme. Damit wird flowdit vor allem dann zu einer Alternative zu remberg, wenn Instandhaltung nicht als isolierter Prozess betrachtet wird.
Was ist remberg?
remberg ist eine cloudbasierte CMMS- und EAM-Software aus München. Wartungspläne, Arbeitsaufträge, Störungsmeldungen, Ersatzteile und die Anlagenhistorie laufen über eine zentrale Oberfläche, mobil auch ohne Netz. Störungen lassen sich per QR-Code direkt an der Maschine melden, ein KI-Copilot durchsucht Anlagendaten und technische Dokumente.
Für die Anbindung stehen REST-APIs, Webhooks und Standardschnittstellen zu SAP PM und SAP MM bereit. remberg ist SAP Silver Partner. Gehostet wird nach Herstellerangaben in einem deutschen Rechenzentrum mit ISO/IEC 27001 und BSI C5. Das Unternehmen wurde 2018 gegründet, hat bislang 28 Mio. Euro Wagniskapital aufgenommen und nennt über 150 Industriekunden.
Was ist flowdit?
flowdit flowdit hängt Prüfung und Instandhaltung an dieselbe Anlagenstruktur. Wartungsplan, mobile Checkliste, Arbeitsauftrag, Mangel und Korrekturmaßnahme laufen über ein Asset. Eine Schichtprüfung erzeugt damit direkt eine Maßnahme mit Verantwortlichem und Frist, ohne Systemwechsel. Der Zuschnitt passt für Betriebe, in denen Instandhaltung, Qualitätssicherung und Arbeitssicherheit auf denselben Anlagen und denselben Nachweisen arbeiten.
Qualitätsmanagement, EHS, Inbetriebnahme und Sensorik sind dabei eigene Produktbereiche, keine Zweitverwendung des Checklistenmoduls. Eine Anlage bleibt damit von der Werksabnahme über den laufenden Betrieb bis zum Audit im selben System. Betrieben wird flowdit als Cloud-Lösung oder On-Premise auf eigenen Servern, der Serverstandort ist wählbar. Anbieter ist die
Zu viele Tools für eine Anlage?
flowdit deckt Instandhaltung und Inspektion in einem ab – kostenlos starten
Wann ist eine Alternative zu remberg wirklich sinnvoll?
Ein Systemwechsel rechnet sich erst, wenn das aktuelle Tool einen Prozess erzwingt, den Ihr Betrieb so nicht fährt. Vier Signale sprechen dafür, den Markt noch einmal zu prüfen.
- Doppelte Erfassung: Techniker quittieren die Wartung im CMMS und füllen danach ein Prüfprotokoll auf Papier aus, weil sich die Nachweisführung dort nicht sauber abbilden lässt.
- Prüfungen jenseits der Instandhaltung: Sicherheitsbegehungen, Hygienekontrollen und Qualitätsaudits sollen mit denselben Regeln, Rollen und Fristen laufen wie Wartungen.
- Lizenzkosten pro Kopf: Die Zahl der Nutzer, die aktiv dokumentieren müssen, wächst schneller als geplant.
- Datenhoheit: IT oder Konzernrevision fordern einen eigenen Server oder eine On-Premises-Installation, nicht nur EU-Hosting.
Trifft keines dieser Signale zu, ist ein Wechsel meist teurer als die Optimierung des bestehenden Systems.

Was bietet remberg als Instandhaltungssoftware?
remberg positioniert sich klar als moderne CMMS Lösung für vorbeugende und reaktive Instandhaltung. Die Plattform verwaltet Anlagenstrukturen, Arbeitsaufträge, Wartungspläne, Ersatzteile, Checklisten und technische Dokumente. Anlagen können mit Handbüchern, SOPs, Fehlerhinweisen, Ersatzteilen und Aufträgen verknüpft werden.
Auch für den Shopfloor bietet remberg wichtige Funktionen. Störungen können direkt an einer Maschine gemeldet werden, unter anderem per QR Code. Melder und Betrachter sind dabei in allen Tarifen unbegrenzt und kostenlos enthalten, was bei vielen Gelegenheitsnutzern aus der Produktion ins Gewicht fällt. Wartungen und Checklisten lassen sich mobil bearbeiten. Der Offlinebetrieb ermöglicht die Datenerfassung auch in Bereichen ohne Netzabdeckung. Sobald wieder eine Verbindung vorhanden ist, werden die Daten synchronisiert.
Hinzu kommen Integrationen mit bestehenden Unternehmenssystemen. remberg beschreibt unter anderem Schnittstellen zu SAP PM, SAP EAM, ERP, MES und DMS Lösungen sowie REST APIs und Webhooks; das Unternehmen ist SAP Silver Partner. Gehostet wird nach Herstellerangaben in einem deutschen Rechenzentrum, das nach ISO/IEC 27001 zertifiziert ist und den BSI C5 Kriterienkatalog erfüllt.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der KI Copilot. Dieser kann auf Informationen aus Anlagen, Arbeitsaufträgen, Ersatzteilen und Störungsmeldungen zugreifen und Mitarbeiter bei technischen Fragestellungen unterstützen. Abgerechnet wird die Nutzung über Credits, die beim Einlesen von Dateien und bei jeder Anfrage verbraucht werden.
remberg ist damit keineswegs eine Lösung, die ersetzt werden muss, da grundlegende Funktionen fehlen. Die Frage ist, ob der Schwerpunkt der Software zu Ihren Prozessen passt.

Wo setzt flowdit als remberg Alternative anders an?
flowdit betrachtet Instandhaltung als Teil eines zusammenhängenden operativen Systems. Wartungspläne, Arbeitsaufträge, Assets und Wartungshistorien bilden die Basis. Darauf aufbauend laufen Audit Management, Qualitätsmanagement, EHS, Inbetriebnahme, Arbeitsanweisungen, Risiko- und Störfallmeldungen sowie Sensorik innerhalb derselben Anlagenstruktur. Der Unterschied wirkt auf den ersten Blick klein, reduziert im Produktionsalltag aber vor allem eines: Systemwechsel und Medienbrüche.
Eine wiederkehrende Maschineninspektion zeigt das gut. Die Prüfung wird direkt am Asset geöffnet, Messwerte und Fotos werden vor Ort erfasst. Aus einer Abweichung entsteht unmittelbar eine Maßnahme mit Verantwortlichem und Frist. Nach der Bearbeitung bleibt der gesamte Vorgang mit der ursprünglichen Prüfung verbunden, inklusive Zeitstempel und Bearbeiter.
Ein Befund muss damit nicht aus einer Checkliste in eine separate Aufgabenverwaltung übertragen werden. Genau diese Verbindung zwischen Erfassung, Entscheidung, Maßnahme und Nachweis ist oft wertvoller als eine noch längere Funktionsliste.
remberg vs. flowdit: die wichtigsten Unterschiede
| Kriterium | flowdit | remberg |
|---|---|---|
| Positionierung | Connected Worker Platform für digitale Checklisten, Inspektionen, Wartung, Audits & EHS - branchenübergreifend, von KMU bis Konzern | Instandhaltungssoftware (CMMS) mit Modulen für Enterprise Asset Management und Facility Management - Schwerpunkt Wartung, Anlagen und Gebäudebetrieb |
| Module |
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| Offlinefähigkeit | Vollständiger Offline-Betrieb auf iOS, Android und Windows. Inspektionen und Audits können ohne Internetverbindung durchgeführt werden und werden lokal gespeichert und bei Verbindungsaufbau automatisch synchronisiert | Offline-Betrieb über die mobile App für iOS und Android. Aufträge, Checklisten und Fotos werden lokal auf dem Gerät gespeichert und synchronisieren sich automatisch, sobald wieder eine Verbindung besteht |
| Mehrsprachigkeit |
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| KI & Dokumentenmigration |
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| Medien & Dateneingabe |
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| Rückverfolgbarkeit |
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| Qualität & Audits |
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| Sicherheit |
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| Deployment-Modell |
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| Integrationen |
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| Onboarding & Support |
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| Preismodell |
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| Unternehmensgröße | ab 20 Mitarbeiter, für mittelständische Unternehmen bis hin zum Großkonzern | laut Herstellerangabe von 11 bis über 10.000 Mitarbeiter, vom kleinen Team bis zum Konzern |
| Einsatzbereich | Unternehmen aller Branchen, vorwiegend Industrieunternehmen, Lebensmittelproduktion, Pharma, Energie | Fertigung, Prozessindustrie, Lebensmittel, Energie, Gebäude- & Facility Management, Logistik |
Wie unterscheiden sich die Preismodelle?
Beide Anbieter veröffentlichen ihre Preise. flowdit startet aktuell bei 12 € pro Nutzer und Monat für Standard und 22 € für Premium, remberg bei 25 € für Essential und 45 € für Premium. Beide bieten zudem einen kostenlosen Einstiegstarif.
Der reine Nutzerpreis erzählt allerdings nur einen Teil der Geschichte. remberg beinhaltet in allen Tarifen unbegrenzt kostenlose Requester und Viewer, was bei vielen Gelegenheitsmeldern interessant sein kann. Bei flowdit ist Standard auf 15 Nutzer begrenzt, Premium dagegen unbegrenzt. API und On-Premise gehören bei flowdit zum Enterprise-Paket; bei remberg liegen API, Ersatzteilverwaltung und Plantafel bereits in Premium.
Zusatzkosten sollten ebenfalls geprüft werden: remberg nutzt für den AI Copilot ein Credit-System, nennt auf der Preisseite jedoch keinen öffentlichen Preis pro Credit. flowdit enthält 1 GB Speicher pro Nutzer; zusätzlicher Speicher kostet aktuell 0,75 € pro GB.
❗Vergleichen Sie nicht nur den Preis pro Nutzer, sondern die Kosten für die tatsächlich benötigten Rollen, Funktionen und Integrationen.
Welche Funktionen sollte eine gute Instandhaltungssoftware 2026 haben?
Wartungspläne, Arbeitsaufträge, Asset Management, mobile Nutzung, Checklisten und Reporting sind heute Standard. Entscheidend sind daher Fragen, die eine reine Funktionsliste nicht beantwortet:
- Kann ein Techniker direkt an der Maschine arbeiten?
Aufträge, Prüfpunkte, Fotos, Messwerte und Anlagendaten sollten mobil verfügbar sein, ohne Umweg über den Desktop. - Was passiert ohne Netzverbindung?
Wichtig ist nicht nur Offlinefähigkeit, sondern auch, wie Daten später synchronisiert und parallele Änderungen behandelt werden. - Bleibt die bestehende Anlagenkennzeichnung erhalten?
Anlagen-IDs und gewachsene Strukturen sollten übernommen werden können, damit ERP-Daten, Dokumente und Prüfhistorien verbunden bleiben. - Was passiert nach einer festgestellten Abweichung?
Aus einem Defekt sollte direkt eine Maßnahme oder ein Arbeitsauftrag mit Verantwortlichem, Priorität und Frist entstehen. - Ist die Anlagenhistorie vollständig verfügbar?
Störungen, Wartungen, Messwerte, Fotos und Maßnahmen sollten direkt am jeweiligen Asset nachvollziehbar sein. - Lassen sich die erfassten Daten wirklich auswerten?
Daten sollten nach Anlagen, Fehlerarten, Zeiträumen oder Maßnahmen analysierbar und exportierbar sein. Eine digitale Checkliste als reines PDF bringt wenig zusätzlichen Nutzen.
Stillstand durch übersehene Wartungen? Wartungen planen, Maßnahmen verfolgen, Ausfälle früher erkennen.
Wie aufwendig ist der Umstieg von remberg?
Der Aufwand hängt daran, wie viele Daten übernommen werden und wie sauber sie strukturiert sind. Benutzerkonten sind nie das Problem. Kritisch sind Anlagenstammdaten, Wartungspläne, offene Aufträge, Dokumente und Historien.
Vor einer Migration sollten Sie prüfen:
- Anlagen-IDs, Standorte und Bezeichnungen vor der Migration bereinigen
- Wartungspläne, Checklisten und offene Maßnahmen vollständig zuordnen
- nur Historien übernehmen, die für Instandhaltung, Auswertungen oder Nachweise noch benötigt werden
- Exportformate und API-Zugriff des Altsystems klären, solange der Vertrag noch läuft
- zunächst eine repräsentative Anlagengruppe migrieren und im realen Prozess testen
Nicht jede historische Datei oder jeder Datensatz muss migriert werden. Dubletten, stillgelegte Anlagen und uneinheitliche Bezeichnungen sollten vor dem Import bereinigt werden.
remberg oder flowdit: Welche Software passt besser zur Fertigung?
remberg ist die naheliegende Wahl, wenn Sie:
- ein klassisch zugeschnittenes CMMS suchen
- Ersatzteilbestände intensiv verwalten
- Techniker innerhalb der Instandhaltung planen
- eine tiefe bidirektionale SAP-PM-Anbindung brauchen
- viele Gelegenheitsmelder aus der Produktion haben und vom Lizenzmodell profitieren möchten
flowdit wird interessant, sobald Instandhaltung nicht allein steht:
- Prüfungen, Inspektionen und Wartung sollen auf derselben Anlagenstruktur laufen
- Mängel sollen ohne Systemwechsel in nachverfolgbare Maßnahmen übergehen
- Audits und QA/QC gehören zum Alltag, nicht zur Ausnahme
- Inbetriebnahme, Abnahme und späterer Betrieb sollen im selben System dokumentiert bleiben
- IT verlangt eine On-Premise-Installation als Standardoption, nicht als Sonderfall
Beide Wege sind vertretbar. Falsch ist nur, die Entscheidung an einer Funktionsliste festzumachen statt am Prozess, den Sie tatsächlich fahren.
Prüfen Sie, ob sich ein Wechsel für Sie lohnt
Nicht jede Alternative ist für jedes Unternehmen die richtige Wahl. Wenn Sie wissen möchten, wie sich Ihre bestehenden Prüfprozesse, Checklisten und Maßnahmen mit flowdit abbilden lassen, vereinbaren Sie eine persönliche Live-Demo. Gemeinsam prüfen wir, ob die Plattform zu Ihren Anforderungen passt.
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FAQ | flowdit vs. remberg
Ist flowdit eine sinnvolle Alternative zu remberg für die Fertigungsindustrie?
Ja, wenn neben der Wartungsplanung auch Maschinenprüfungen, Qualitätskontrollen und Maßnahmenverfolgung auf derselben Anlagenstruktur laufen sollen. Steht dagegen tiefes Ersatzteilmanagement mit Lagerorten und Mindestmengen oder eine bidirektionale SAP-PM-Synchronisation im Vordergrund, liegt remberg näher am Bedarf. Entscheiden Sie an drei realen Fällen: ungeplante Störung, wiederkehrende Wartung, Inspektion mit Folgemaßnahme.
Welche Kriterien sollte man beim Vergleich von CMMS-Lösungen berücksichtigen?
Nehmen Sie die vier Grundmaßnahmen der DIN 31051 als Raster und prüfen Sie Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung getrennt gegen Ihren realen Ablauf. Danach die harten Punkte: Übernimmt das System Ihre bestehende Anlagen- und Referenzkennzeichnung, etwa nach DIN EN 81346? Wie löst die App Konflikte nach Offline-Erfassung? Wie sehen Audit Trail, API und Datenexport aus? Testen Sie möglichst mit eigenen Stammdaten und realen Anwendungsfällen
Kann man bestehende Wartungspläne und Checklisten aus Excel oder Word übernehmen?
Ja. flowdit unterstützt den Import von Checklisten und Assets per CSV sowie den KI-gestützten Import bestehender Vorlagen aus Excel und Word. Der eigentliche Aufwand liegt häufig in der Datenbereinigung: etwa bei uneinheitlichen Anlagennummern, doppelt gepflegten Assets oder unterschiedlich beschriebenen Wartungsintervallen. Bei Wartungsplänen sollte außerdem klar definiert sein, welche Aufgaben zeitbasiert und welche beispielsweise nach Betriebsstunden ausgelöst werden.
Wie lange dauert die Einführung von flowdit in einem bestehenden Produktionsbetrieb?
Ein Pilot mit einer Linie und vorhandenen Stammdaten läuft deutlich schneller als ein werksweiter Rollout mit ERP-Anbindung und SSO. Den Zeitplan bestimmen die Qualität der Asset-Stammdaten, Zustand und Menge der bestehenden Wartungspläne, die Schnittstellen und die Abstimmung mit dem Betriebsrat. Der letzte Punkt wird unterschätzt: Ein System, das Zeitstempel und Bearbeiter je Auftrag erfasst, ist nach §87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG mitbestimmungspflichtig. Ohne Betriebsvereinbarung steht der Rollout. Bauen Sie zuerst einen Prozess vollständig auf und lassen Sie ihn im Schichtbetrieb gegenprüfen.
Welche Kosten kommen neben den Softwarelizenzen hinzu?
Neben den Lizenzen entstehen Kosten für Datenbereinigung und Migration, Wartungspläne, Schnittstellen, SSO, Schulungen, Support und gegebenenfalls zusätzliche Hardware. Ein oft unterschätzter Kostenblock sind interne Stunden für Stammdaten und die Vereinheitlichung unterschiedlicher Wartungsprozesse zwischen Werken. Im Schichtbetrieb müssen Schulungen zudem mehrfach angeboten werden. Auch spezielle mobile Geräte, etwa ATEX-zertifizierte Tablets für explosionsgefährdete Bereiche, können erheblich teurer als Standardgeräte sein. Entscheidend ist deshalb der Total Cost of Ownership über mehrere Jahre, nicht allein der monatliche Lizenzpreis.
Wie unterstützt Instandhaltungssoftware die Dokumentation nach BetrSichV, DIN 31051 und ISO-Audits?
Werden Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung nach DIN 31051 einem Asset zugeordnet, entsteht eine nachvollziehbare Anlagenhistorie. § 14 BetrSichV verlangt bei entsprechenden Prüfungen die Dokumentation der Ergebnisse und deren Aufbewahrung mindestens bis zur nächsten Prüfung. Digitale Prüfprotokolle, Wartungsnachweise und Änderungshistorien unterstützen zudem die Nachweisführung bei Audits, etwa nach ISO 9001. Die vorgeschriebene Prüfung oder fachliche Beurteilung ersetzt eine Instandhaltungssoftware jedoch nicht.
Welche KPIs sollte eine gute Instandhaltungssoftware erfassen?
Orientierung liefern DIN EN 15341 und VDI 2893. In der Praxis sind vor allem diese Instandhaltungskennzahlen relevant:
- MTTR (Mean Time to Repair): durchschnittliche Reparaturzeit nach einem Ausfall.
- MTBF (Mean Time Between Failures): durchschnittliche Betriebszeit zwischen zwei Ausfällen.
- Geplante vs. ungeplante Instandhaltung: ergänzt um Störungshäufigkeit und technische Verfügbarkeit.
- Wartungserfüllung: Anteil der Wartungen, die innerhalb des vorgesehenen Zeitfensters durchgeführt wurden.
- Backlog und Instandhaltungskosten je Anlage: zeigen Arbeitsrückstände und Kostentreiber.
Ohne saubere Asset-Strukturen und verlässliche Zeitstempel entstehen schnell präzise aussehende Kennzahlen ohne Substanz.
Wie sinnvoll ist KI in einer Instandhaltungssoftware?
KI kann heute vor allem bei unstrukturierten Daten helfen: Anlagenhistorien durchsuchen, Störmeldungen strukturieren, Berichte zusammenfassen oder Arbeitsanweisungen vorbereiten. Predictive Maintenance geht deutlich weiter. Dafür braucht es verlässliche Zustands- und Sensordaten sowie genügend vergleichbare historische Ausfälle. Genau daran fehlt es in vielen Betrieben. KI kann Techniker deshalb unterstützen und Entscheidungen vorbereiten, ersetzt aber weder saubere Daten noch die fachliche Bewertung.