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ISO-Container-Inspektion am Hafen: Checkliste und PDF-Vorlage für CSC- und IICL-konforme Inspektionen

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ISO-Container-Inspektion am Hafen: Checkliste und PDF-Vorlage für CSC- und IICL-konforme Inspektionen

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ISO containers stacked at a port for inspection, as part of the ISO container inspection checklist.

Zusammenfassung: Container durchlaufen Belastungszyklen, die weit über einfache Lagerung hinausgehen. Hebevorgang, Stapelung, Seefracht, Straßentransport: jede Phase erzeugt Spannungen im Material. Verschleiß und Beschädigung sind keine theoretischen Risiken, sondern dokumentierte Schadensmuster.

Das CSC-Übereinkommen fordert periodische Überprüfungen aus einem konkreten Grund: Container werden unter Bedingungen eingesetzt, die Materialermüdung und Strukturschwächen hervorrufen. Dieser Beitrag richtet sich an Fachleute aus den Bereichen Logistik, Instandhaltung und Qualitätssicherung und behandelt Prüfumfang, Prüfberechtigung, Dokumentationspflichten und normative Grundlagen – national wie international.

Was ist eine ISO-Containerprüfung?

Die ISO-Containerprüfung ist ein Verfahren zur Bewertung der baulichen Unversehrtheit von Frachtcontainern, das auf den Vorgaben der Internationalen Organisation für Normung (ISO) sowie der CSC (Convention for Safe Containers) basiert.

Ziel ist es, die Belastbarkeit und Transportsicherheit von Wechselbehältern vor deren Einsatz im kombinierten Verkehr über Straße, Schiene oder Seeweg sicherzustellen. Durch regelmäßige Kontrollen anhand systematischer Prüfprotokolle lassen sich Beschädigungen frühzeitig erkennen und schwerwiegende Zwischenfälle sowie Folgeschäden vermeiden.


Sicherheitsbeauftragte nutzen standardisierte Checklisten für die ISO-Containerprüfung, um die Einhaltung internationaler Vorschriften zu gewährleisten, die Nutzungsdauer der Container optimal auszuschöpfen und Gefahren wie Containerbrände zu verhindern.


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Was ist eine Checkliste für die Container-Prüfung?

Eine Checkliste für die Containerprüfung ist ein standardisiertes Prüfprotokoll zur systematischen Zustandsbewertung von Frachtcontainern. Sie erfasst alle sicherheits- und funktionsrelevanten Bauteile nach einheitlichen Kriterien.

Container sind im Transportbetrieb mechanischen Belastungen, Witterung und Korrosion ausgesetzt. Die Checkliste gewährleistet eine objektive Bewertung und verhindert den Einsatz schadhafter Einheiten. Kontrolliert werden Struktur, Dichtheit, Türfunktion, Eckbeschläge sowie die CSC-Zertifizierung.

Das Protokoll dient als Grundlage für Freigaben, Übergaben und Schadensdokumentation. Durch Orientierung an ISO- und IICL-Standards werden Rechtssicherheit und Vergleichbarkeit gewährleistet sowie Haftungsrisiken minimiert.

Typische Inhalte einer ISO-Container-Inspektionscheckliste

Der konkrete Aufbau kann je nach Unternehmen variieren, die Inhalte sind jedoch meist vergleichbar. Typischerweise umfasst eine Checkliste folgende Punkte:

  • Containernummer

  • Versender

  • Name des Prüfers

  • Inspektionsdatum

  • Herkunftsland / Ursprungsort

  • Untergestell

  • Türen

  • Linke Seitenwand

  • Rechte Seitenwand

  • Stirnwand

  • Boden

  • Dach

Kostenlose Checkliste für die ISO-Container Inspektion (PDF)

Welche Anforderungen gelten für spezielle Containertypen?

Container kommen in verschiedenen Typen, die jeweils besondere Anforderungen hinsichtlich der Inspektion und Wartung stellen. Die Inspektion dieser speziellen Containertypen unterscheidet sich je nach Verwendungszweck und Konstruktion:

Standard-Dry-Container

Standard-Dry-Container müssen regelmäßig auf strukturelle Schäden wie Risse, Korrosion und Dichtheit überprüft werden, insbesondere an Wänden, Dach, Boden und Türrahmen. Türen, Verriegelungen und Dichtungen müssen funktionstüchtig sein, um die Sicherheit zu gewährleisten. Da diese Container keine aktiven Systeme enthalten, liegt der Fokus auf der strukturellen Integrität und der Vermeidung von Wassereintritt.

Reefer-Container

Diese temperaturgesteuerten Container müssen regelmäßig auf ihre Kühlanlagen geprüft werden, da eine fehlerhafte Kühlung zu Schäden an temperatursensibler Fracht führen kann. Inspektoren müssen neben der strukturellen Unversehrtheit auch die Funktionalität der Kühlaggregate, Dichtungen und Isolierung sicherstellen.

Open Top Container

Diese Container haben kein festes Dach und sind daher besonders anfällig für Schäden durch Witterungseinflüsse. Bei der Inspektion sind die Dichtungen an den Seitenwänden und der Bodenstruktur von Bedeutung, ebenso wie die Überprüfung des Decksmechanismus.

Flat Rack Container

Flat Racks sind ideal für den Transport von sperrigen Gütern, die nicht in Standardcontainer passen. Inspektoren sollten auf die strukturelle Integrität des Rahmens, die Belastbarkeit der Ecken und die Verankerungspunkte achten, da diese Container aufgrund der offenen Konstruktion zusätzlichen Belastungen ausgesetzt sind.

Tankcontainer

Diese Container dienen dem Transport von Flüssigkeiten und Chemikalien und erfordern daher eine gründliche Inspektion der Dichtungen, Schläuche, Auslässe und der gesamten Tankstruktur, um Leckagen oder Korrosionsschäden zu verhindern.

Welche Normen und Regelwerke sind für ISO-Container-Inspektionen relevant?

Die Relevanz von Standards in der Container-Inspektion hängt vom konkreten Prüfziel ab. Wer Container im Hafen, Depot oder im laufenden Betrieb professionell bewertet, sollte vier zentrale Ebenen unterscheiden:

Verkehrsfähigkeit im internationalen Containerverkehr: CSC

Das CSC-Übereinkommen (Convention for Safe Containers) bildet die rechtliche Grundlage für strukturelle Sicherheit und Zulässigkeit im internationalen Verkehr. Es definiert zwei anerkannte Prüfverfahren: das PES-System (erste Prüfung vor dem 5. Jahr, danach max. alle 30 Monate, dokumentiert über das Next Examination Date auf der CSC-Plakette) sowie das ACEP-Programm (Approved Continuous Examination Program) mit kontinuierlicher Überwachung und entsprechender Kennzeichnung. CSC entscheidet darüber, ob ein Container überhaupt verkehrsfähig ist.

Technische Spezifikation und Bauform: ISO-Normen

ISO-Normen wie ISO 1496, ergänzt durch ISO 668 und ISO 1161, beschreiben das technische Referenz-Soll eines Containers. Sie definieren konstruktive Anforderungen, Abmessungen, Eckbeschläge und Festigkeitskriterien. Für Inspektionen sind sie unverzichtbar, wenn strukturelle Schäden, Verformungen oder Tragfähigkeit fachlich korrekt bewertet werden müssen. Wichtig: ISO-Normen legen keine Prüfintervalle fest; diese werden durch CSC geregelt.

Identifikation und Nachverfolgbarkeit: ISO 6346

ISO 6346 regelt die eindeutige Kennzeichnung und Codierung von Containern, einschließlich Eignerkennzeichen, Seriennummer und Prüfziffer. Ohne korrekte Identifikation werden Befunde, Fotos, Reparaturen und Schadensmeldungen nicht zuordenbar. ISO 6346 ist kein Sicherheitsstandard, aber unverzichtbar für die Dokumentation und saubere Prozesse.

Schadensbewertung und Reparaturkriterien : IICL

Der IICL-Standard (z. B. IICL-5 Guide) liefert klare Kriterien, Messlogik und Bewertungsregeln für eine einheitliche Schadensbeurteilung. In Depots und Leasing-Konstellationen ist IICL der praktisch wichtigste Referenzrahmen, um Diskussionen bei Übergaben zu vermeiden und konsistente Damage Surveys sicherzustellen.

Zeitpunkte der Container-Inspektion im Hafen

Container werden im Hafen zu vier kritischen Zeitpunkten inspiziert:


Gate-In (Übernahme): Dokumentation vorhandener Schäden vor Terminaleinfahrt, um Haftungsausschluss des Terminalbetreibers zu gewährleisten. Prüfung der Containerintegrität und Einhaltung gesetzlicher Vorgaben.


Vor Beladung: Sicherstellung des einwandfreien Containerzustands zum Schutz der Ladung. Bei hochwertigen oder sensiblen Gütern essentiell zur Vermeidung von Transportschäden und Haftungsansprüchen.


Nach Entladung: Erfassung und Dokumentation transportbedingter Schäden für Versicherungs- oder Regressansprüche gegenüber Transportunternehmen. Detaillierte Schadensdokumentation ist in der internationalen Logistik zentral.


Gate-Out (Verlassen): Abschlussprüfung vor Übergabe an den nächsten Logistikpartner. Bestätigung der Transportfähigkeit und Vervollständigung aller Schadensdokumentationen zur Risikominimierung in der Lieferkette.

Mitarbeiter im Anzug und schwarzer Arbeiter mit weißem Sicherheitshelm besprechen Container-Inspektion am Hafen

Systematische Prüfung von ISO-Containern

Das übergeordnete Ziel von Unternehmen Reedereien ist es, die Fracht sicher vom Startpunkt zur Endstation zu bringen (dies gilt für interne wie externe Abwicklungen gleichermaßen). Die regelmäßige Kontrolle der Container nimmt dabei eine zentrale Stellung ein. Im Mittelpunkt steht die Verbesserung von Leistungsfähigkeit und Güte, wodurch sich Ausgaben reduzieren und Sicherheitsvorgaben einhalten lassen.

Vorbereitung

Vor Inspektionsbeginn ist zu bestimmen, welcher Container geprüft wird, einschließlich aller relevanten Angaben wie Inspektionsbeauftragter, Prüfzeitpunkt, Prüflokation und Herkunftsland der Fracht. Auf diese Weise entstehen Transparenz und Nachweisbarkeit. Eine sachgerechte Prüfung kann ausschließlich erfolgen, sofern der Container vorab restlos entleert wurde. Dies stellt sicher, dass keine Verunreinigungen oder Rückstände die Prüfung beeinträchtigen.

Außenprüfung

Die Außeninspektion dient der Kontrolle der baulichen Stabilität des Containers. Schäden, Verformungen oder fortschreitender Rost können die Funktionsfähigkeit im Transport sowie die Sicherheit kompromittieren. Bei älteren Containern kommt es besonders darauf an, selbst feine Risse oder punktuell auftretende Korrosionsbereiche zu entdecken, welche die Funktionalität beeinträchtigen könnten. Abweichungen von den Standardwerten sind sofort zu erfassen, damit Reparaturbedarf oder die erforderliche Stilllegung des Containers zügig identifiziert werden kann.

Innenprüfung

Neben der Außeninspektion kommt der Begutachtung des Innenbereichs eine zentrale Bedeutung zu. Hierbei müssen nicht nur sichtbare Schäden und Risse überprüft werden, sondern auch mögliche Undichtigkeiten, die Frachtschäden oder -verluste bewirken können. Darüber hinaus ist auf Geruchsbildung zu achten, die auf Restbestände von Reinigungschemikalien oder chemischen Stoffen hindeuten kann. Vor allem bei Containern für temperatursensitive Transporte ist die Betriebsfähigkeit der Kühl- oder Temperierungsanlage zu kontrollieren, damit Temperaturschwankungen und somit Schäden an empfindlichen Waren zu verhindern.

Dokumentation und Nachverfolgung

Alle Kontrollergebnisse müssen systematisch und detailgetreu anhand einer standardisierten ISO-Container-Inspektionsliste protokolliert werden.

Damit wird garantiert, dass sämtliche zentralen Inspektionspunkte lückenlos und transparent vermerkt werden.

Mithilfe digitaler Dokumentationstechniken, welche Berichte und fotografische Belege in Echtzeit erfassen, werden Arbeitsabläufe effizienter.

Ferner bietet die Anwendung von Analysesystemen zur Auswertung von Inspektionsergebnissen die Möglichkeit zur permanenten Qualitätsverbesserung und zur Identifizierung von Mustern und Tendenzen, die auf regelmäßige Problemstellungen verweisen können.


➤ Eine sachgerechte Inspektion garantiert die Einhaltung internationaler Sicherheitsvorschriften durch Container sowie einen reibungslosen Transportablauf; beides zentrale Voraussetzungen für Sicherheit und wirtschaftlichen Erfolg in der Logistikbranche.

Häufige Schäden und ihre Bewertung nach IICL

Das IICL (International Institute of Container Lessors) hat ein Bewertungssystem entwickelt, das Schäden in drei Kategorien unterteilt. Eine korrekte Schadensbewertung ist entscheidend für die Sicherheit und den Transport.

Kategorie A: Schwere Schäden

Diese Schäden beeinträchtigen die strukturelle Integrität oder Dichtigkeit und müssen vor dem nächsten Einsatz repariert werden. Beispiele:

  • Durchgehende Risse in tragenden Bauteilen
  • Große Löcher in Wänden oder Dach (größer als 50 mm)
  • Stark korrodierte Eckbeschläge
  • Defekte Türverschlüsse
  • Undichte Dächer mit Wasserschäden

Kategorie B: Mittelschwere Schäden

Diese Schäden sollten repariert werden, können jedoch für bestimmte Ladungen toleriert werden. Beispiele:

  • Dellen und Beulen (50 mm bis 150 mm tief)
  • Kleinere Löcher bis 50 mm
  • Beschädigte Dichtungen
  • Leichte bis mittlere Korrosion an nicht tragenden Teilen

Kategorie C: Geringfügige Schäden

Kosmetische Schäden, die die Funktionalität nicht beeinträchtigen. Beispiele:

  • Kleine Kratzer und Dellen unter 50 mm
  • Leichte Korrosion
  • Kleine Lackschäden oder Verschmutzungen

➤ Die richtige Einordnung erfordert Erfahrung. Bei Unsicherheit sollte lieber eine höhere Kategorie gewählt werden, um Risiken zu minimieren.

Typische Fehler in Container-Inspektionen

❌ CSC-Plakette nicht überprüft

Eine gültige CSC-Zertifizierung (Container Safety Convention) ist nach Transportrecht zwingend erforderlich. Abgelaufene oder fehlende Plaketten führen zur Ablehnung an Terminals und können Standgeldgebühren nach sich ziehen.

❌ Unzureichende Fahrgestellinspektion

Korrosion an Eckbeschlägen, Querträgern und Schwellen wird häufig übersehen. Insbesondere im Bodenbereich sammelt sich Feuchtigkeit an, was zu Strukturschäden führt und die Stapelbarkeit beeinträchtigt.

❌ Dokumentationslücken

Fehlende oder unvollständige Inspektionsberichte erschweren Schadensersatzansprüche erheblich. Ohne vollständige Zustandsdokumentation sind Rückgriffsansprüche gegenüber Leasinggebern oder Vornutzern praktisch nicht durchsetzbar.

❌ Inkonsistente Inspektionskriterien

Inspektionen sollten auf IICL-Standards (Institute of International Container Lessors) oder vergleichbaren Normen basieren. Subjektive Beurteilungen ohne definierte Schadenskategorien führen zu Streitigkeiten bei der Containerrückgabe oder Schadensmeldung.

❌ Keine Lichtinspektion bei geschlossenen Türen

Nadellöcher und Mikrorisse bleiben bei Betrachtung von außen unsichtbar, führen aber zu Feuchtigkeitseintritt und Kondensation.

❌ Türmechanismus nur visuell geprüft

Verschleißerscheinungen an Verriegelungsstangen, Gummidichtungen und Scharnieren werden erst unter Belastung sichtbar. Mehrfaches Öffnen/Schließen unter Druck ist notwendig.


➤ Eine standardisierte Checkliste gemäß IICL/ISO-Spezifikationen ist für rechtskonforme Inspektionen unerlässlich.

Schwarzer Arbeiter in Sicherheitskleidung mit Helm nutzt Smartphone für eine ISO-Container-Inspektion mit digitaler Checklisten-Software

Worauf Hafenbetriebe bei der Auswahl der richtigen Software für Containerprüfungen achten sollten

Die Auswahl der richtigen Software für Container-Prüfungen ist für Hafenbetriebe ein entscheidender Faktor für Sicherheit, Effizienz und rechtliche Absicherung. Prüfprozesse müssen unter realen Hafenbedingungen zuverlässig funktionieren, Schäden eindeutig dokumentieren und Entscheidungen nachvollziehbar absichern.


✔️ CSC- und DGUV-Konformität
Die Software muss alle verpflichtenden Prüfpunkte vollständig abbilden und die Einhaltung relevanter internationaler Regelwerke wie CSC und DGUV sicherstellen.


✔️ Offline-fähige mobile Prüfungen
Container-Inspektionen müssen auch ohne stabile Internetverbindung zuverlässig durchgeführt und später automatisch synchronisiert werden können.


✔️ Mehrsprachigkeit
Aufgrund der internationalen Ausrichtung von Hafenbetrieben muss die Software mehrere Sprachen (z. B. Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch) unterstützen, um eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen internationalen Teams sicherzustellen.


✔️ Rollen- und Rechtekonzepte
Unterschiedliche Nutzergruppen wie Prüfer, Supervisoren oder externe Partner müssen klar voneinander getrennt verwaltet werden können.

✔️ Skalierbarkeit für Lastspitzen
Die Lösung muss auch bei saisonalen Peaks oder hohem Prüfaufkommen stabil und performant bleiben.


✔️ Integrationsfähigkeit in bestehende Systeme
Eine nahtlose Anbindung an bestehende Terminal-, Abrechnungs- oder Dokumentationssysteme ist entscheidend zur Vermeidung von Medienbrüchen.

Digitale Checklisten ermöglichen die strukturierte, nachvollziehbare und einheitliche Durchführung von Containerprüfungen. Inspektionsergebnisse werden direkt vor Ort erfasst, revisionssicher dokumentiert und zentral ausgewertet.


flowdit bietet Checklisten-Software, die sich an bestehende Prüfprozesse anpassen lässt, von Gate-Inspektionen bis zu wiederkehrenden Sichtkontrollen.

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FAQ | ISO Container Inspektionen

ISO-Container sind genormte Frachtcontainer, die weltweit in gleichen Größen gebaut werden, damit sie überall mit denselben Kränen, LKW-Aufliegern und auf Schiffen genutzt werden können. Typisch sind 20-Fuß und 40-Fuß Container, z. B. als Dry-Container, High Cube oder Reefer. Man erkennt sie an der Container-Nummer nach ISO 6346.

Ja, eine zertifizierte Fachkraft ist erforderlich. Sie kennt CSC- und IICL-Normen, bewertet Sicherheit und Struktur korrekt und erkennt Mängel frühzeitig. Ohne Expertise drohen Haftungsrisiken und Sicherheitsvorfälle.

Nein. ISO 1496-1 ist verpflichtend für Standard-Frachtcontainer im internationalen intermodalen Verkehr. Container für rein nationale Transporte, Lagercontainer ohne Transportfunktion oder Wechselbehälter nach nationalen Normen müssen diese Anforderung nicht erfüllen.

Bei Offshore-Containern zeigt die Farbe das Prüfjahr an und erleichtert die Kontrolle des nächsten Prüftermins:

  • Grün: Container geprüft und einsatzbereit
  • Rot: Container nicht geprüft, keine Nutzung erlaubt
  • Gelb: Container vorübergehend gesperrt bis Reparatur und Nachprüfung erfolgt sind

➤ Standard-Container haben keine Farbkodierung. Hier gilt das aufgedruckte Prüfdatum auf der CSC-Plakette

Prüfe zuerst, ob es eine nachvollziehbare Dokumentation zur letzten periodischen Prüfung gibt (Report, Prüfstelle, Datum, Container-ID) und ob diese eindeutig zum Container passt. Fehlt dieser Nachweis oder ist die Zuordnung unsicher, behandle ihn wie „ohne gültige CSC“: sperren und erst nach dokumentierter Prüfung wieder einsetzen.

  • Gate Inspection: kurzer Check beim Ein- oder Ausfahren am Terminal/Depot, ob der Container direkt nutzbar ist oder gesperrt werden muss.
  • Pre-Trip Inspection (PTI): Funktionsprüfung vor dem Einsatz, meist bei Reefern, ob das Aggregat sauber läuft und die Kühlung zuverlässig ist.
  • Periodische Sicherheitsprüfung: geplante Sicherheitsprüfung nach CSC-Vorgaben, die die strukturelle Sicherheit bewertet und formell dokumentiert wird.

Ja, vorzeitige Prüfungen sind sinnvoll, um potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen – z.B. vor einem Verkauf oder bei Verdacht auf Beschädigungen. Sie ersetzen jedoch nicht die offizielle periodische Prüfung. Der Container muss weiterhin alle 30 Monate die vorgeschriebene Prüfung durchlaufen, um die Konformität mit CSC- und ISO-Normen zu gewährleisten.

Der Container erhält keine neue CSC-Freigabe, und darf erst nach Reparatur und erneuter Prüfung wieder eingesetzt werden. Bei schweren Schäden ist oft die Verschrottung wirtschaftlicher. Ohne gültige Prüfung drohen Verzögerungen und Sicherheitsrisiken.

  • Damage Rate: Anteil beschädigter Container, zeigt Zustand der Flotte und Sicherheitsrisiken

  • Turnaround Time: Zeit von Bereitstellung bis abgeschlossener Inspektion, relevant für Logistik und Durchsatz

  • Repair Cycle Time: Dauer von Schadenserkennung bis Reparatur, beeinflusst Kosten und Verfügbarkeit

  • Out-of-Service-Quote: Anteil nicht einsatzfähiger Container, zentrale Kennzahl für Kapazitätsplanung

  • Container-ID nach ISO 6346 (inkl. Prüfziffer) und Containertyp/Größe

  • Prüfkontext: Standort (Depot/Terminal), Datum/Uhrzeit, Prüfer-ID, Inspection-Typ (Gate, PTI, Periodic)

  • Compliance-Referenzen: CSC-Plakettenstatus (gültig/ungültig), ggf. letzte Prüfung/Reparaturreferenz

  • Ergebnis: Status (serviceable / restricted / out of service) und Sperrgrund als Code

  • Mängel je Bauteil: Bauteil/Zone, Schadenscode, Schweregrad, Ausdehnung (z. B. Länge/Fläche) und betroffene Struktur (ja/nein)

  • Belege: Pflichtfoto(s) pro Mangel inkl. Referenzfoto der Container-ID und Türbereich (Seal/Lock-Zone)

Baue die Checkliste als festen Ablauf in drei Blöcken auf:

  • Identifikation (ISO-6346 Nummer, CSC-Plakette, Typ)

  • Sicherheitscheck der Struktur (Corner Castings, Rahmen, Dach, Unterboden)

  • Funktionscheck (Türen, Dichtungen, Boden, Innenraum)

Nutze Pflichtfelder, feste Antwortoptionen und Schadenscodes mit Schweregrad, Freitext nur ergänzend. Fordere bei jedem Befund ein Foto inkl. Container-ID, Zeitstempel, Standort und Prüfer-Signatur. Setze klare Sperrregeln, damit „out of service“ automatisch greift und auditfest dokumentiert ist.

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Marion Heinz
Editor
Content writer with a background in Information Management, translating complex industrial and digital transformation topics into clear, actionable insights. Keen on international collaboration and multilingual exchange.

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