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Was führt zu Ausfällen in Industrieanlagen? Ursachen und vorbeugende Maßnahmen

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Was führt zu Ausfällen in Industrieanlagen? Ursachen und vorbeugende Maßnahmen

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Beispiel für die Ursache von einem Ausfall in einer Industrieanlage: Wasserleck an Industrierohrleitung während Ventilwartung durch Techniker

Zusammenfassung: Jedes Jahr gehen in der Fertigung Millionen verloren; nicht durch schlechte Planung, sondern durch Anlagen, die im falschen Moment stillstehen. Teure Reparaturen unter Zeitdruck, verschobene Liefertermine, Produktionsmannschaften, die untätig auf Ersatzteile warten. Das Frustrierende: Die meisten Ausfälle kündigen sich an. Wer täglich in der Produktion arbeitet, kennt die Muster. Die Hydraulikpumpe, die seit Wochen ungewöhnliche Geräusche macht. Die Lager, deren Temperatur schleichend steigt. Der Frequenzumrichter, der sporadisch Fehlermeldungen wirft; „läuft aber noch“. Bis er eben nicht mehr läuft. Meistens mitten in der Nachtschicht oder kurz vor einem wichtigen Liefertermin. Wirklich überraschende Totalausfälle sind selten. Was in Ausfallberichten als „plötzlicher Defekt“ erscheint, hat meist eine Vorgeschichte: übersehene Warnzeichen, aufgeschobene Wartungen, Kompromisse bei der Instandhaltung. Manchmal sind es auch Designschwächen, die seit der Inbetriebnahme bestehen, oder Umgebungsbedingungen, die ursprünglich nicht berücksichtigt wurden.

Was ist ein Anlagenausfall?

Ein Anlagenausfall ist ein Zustand, in dem eine Anlage oder Maschine nicht wie vorgesehen funktioniert, d. h. etwas ist defekt. Fallen Anlagen unerwartet aus, kann dies erhebliche Auswirkungen auf Produktionspläne, Kundenzufriedenheit und Produktqualität haben. Der Begriff bezieht sich auf Situationen, in denen eine Anlage oder Maschine ihre Funktion nicht ordnungsgemäß ausführen kann, sei es durch einen vollständigen Ausfall oder eine reduzierte Leistung, die eine Erfüllung der Betriebsanforderungen verhindert. Effektive Wartungsprogramme für Anlagen können Frühwarnzeichen wie Vibrationen, Temperaturänderungen oder Leistungsabfall erkennen.

Wenn Anlagen ausfallen: Mehr als nur Reparaturkosten

Während die unmittelbaren Kosten eines Anlagenausfalls oft offensichtlich sind, reichen die Auswirkungen weit über Reparaturkosten hinaus:


  • Produktionsrückstände und Störungen des Zeitplans: Ungeplante Ausfallzeiten führen zu Verzögerungen im gesamten Produktionsplan, sodass die verlorene Zeit durch überstürzte Maßnahmen aufgeholt werden muss.

  • Eilige Ersatzteilbeschaffung zu hohen Preisen: Die Notfallbeschaffung umgeht die normalen Einkaufskanäle, was zu überhöhten Kosten für Komponenten und Express-Versandgebühren führt.

  • Lagerhaltungskosten: Engpässe bei Fertigprodukten zwingen Unternehmen dazu, höhere Sicherheitsbestände vorzuhalten, wodurch unnötig Betriebskapital gebunden wird.

  • Verkürzung der Lebensdauer von Anlagen: Wiederholte Geräteausfälle und Notstarts beschleunigen den Verschleiß der entsprechenden Komponenten und verkürzen die Gesamtlebensdauer der Anlagen.

  • Energieverschwendung durch ineffiziente Neustartverfahren: Die Wiederinbetriebnahme von Anlagen nach einem Ausfall verbraucht deutlich mehr Energie als der normale Dauerbetrieb.

  • Verlust von Geschäftsaufträgen: Anlagenausfälle können zu Lieferverzögerungen führen, was das Vertrauen von Kunden beeinträchtigt und zu erheblichen finanziellen Verlusten führen kann.

  • Erhöhung der Versicherungsprämien: Häufige Anlagenausfälle und daraus resultierende Schadensfälle können zu einer höheren Bewertung des Betriebsrisikos und zu erhöhten Versicherungskosten führen.

Wie verlängern Sie die Lebensdauer Ihrer Anlagen?

CMMS Maintenance Management Software hilft Ihnen, präventive Wartung durchzuführen und Anlagenausfälle rechtzeitig zu verhindern

Welche Arten von Anlagen sind am anfälligsten für Ausfälle?

Anlagenausfälle können den Betrieb in jeder Branche stören. Wichtige Anlagenkategorien, die anfällig für Ausfälle sind:


  • Motorbetriebene mobile Maschinen: Fahrzeuge und Maschinen, die sich mithilfe von Motoren fortbewegen und betrieben werden. Beispiele hierfür sind Gabelstapler, Bagger, Kräne, Lader und Flurförderzeuge.

  • Mechanische Prozessanlagen: Stationäre Systeme mit beweglichen Teilen, die Materialien umwandeln, bewegen oder aufbereiten. Zu dieser Kategorie gehören Pumpen, Kompressoren, Mischer, Extruder, Zentrifugen und Förderbänder.

  • Gebäudesysteme und Versorgungseinrichtungen: Infrastruktur, die wichtige Dienste wie Heizung, Kühlung, Strom und Flüssigkeitsverteilung bereitstellt. Beispiele sind HLK-Anlagen, Kessel, Kältemaschinen, Transformatoren und Kühltürme.

  • Nicht-mechanische statische Anlagen: Anlagen ohne bewegliche Teile, die den Betrieb unterstützen, sind weniger anfällig für Produktionsausfälle. Dazu gehören Rohrleitungen, Schalttafeln, Tanks, Druckbehälter, Ventile und Tragwerke.

Das Verständnis dieser Kategorien hilft Ihnen, Risiken zu bewerten und gezielte Wartungsprogramme zu entwickeln.

Root Cause Analysis - Ursachenanalyse in der Praxis

Nach einem Ausfall von Anlagen verhindert eine sofortige Untersuchung Wiederholungsfälle und verbessert die Anlagenzuverlässigkeit. Starten Sie den Prozess, indem Sie Daten zu ausgefallenen Komponenten erfassen, die Betriebsbedingungen zum Zeitpunkt des Ausfalls dokumentieren und Berichte von Bedienern einholen. Sichern Sie zudem alle relevanten Teile und Dokumentationen, wie z. B. Fehlerprotokolle und defekte Bauteile, bevor diese durch Entsorgung oder andere Maßnahmen verloren gehen.


Verfolgen Sie Ausfälle systematisch bis zur zugrunde liegenden Ursache:


  • FMEA (Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse): Untersucht, wie Komponenten ausfallen können, welche Faktoren diese Ausfälle auslösen, und welche Auswirkungen sie auf die Systemleistung haben.

  • Fischgräten-Diagramme (Ishikawa): Visualisiert die Einflussfaktoren auf ein Problem, unterteilt in Kategorien wie Material, Methodik, Maschinen und Umweltbedingungen.

  • 5-Why-Technik: Durch das wiederholte Hinterfragen des „Warum” werden die Ursachen schrittweise freigelegt, bis die zugrunde liegende Problematik sichtbar wird.

  • Fehlerbaumanalyse: Nutzt Logikdiagramme, um Kombinationen von Ereignissen darzustellen, die zu Ausfällen führen können.

➤ Integrieren Sie historische Leistungsdaten, Wartungsprotokolle und Fehlerberichte, um wiederkehrende Muster zu erkennen, die auf systemische Probleme und nicht auf Einzelfälle hinweisen.


➤ Speichern Sie die Ergebnisse in einer zentralen Datenbank, ergreifen Sie Korrekturmaßnahmen zur Behebung der Grundursache, und überwachen Sie den Erfolg der Maßnahmen, um sicherzustellen, dass eine Wiederholung in allen Ihren Anlagen ausgeschlossen ist.

Was sind die Hauptursachen für Anlagenausfälle?

Ursachen für Ausfallzeiten zu identifizieren hilft Herstellern, Risiken zu minimieren und Wartungsstrategien zu optimieren. Die häufigsten Ursachen sind:

1. Normale Abnutzung

Wiederholte Belastungen und Reibungen führen mit der Zeit zu einer Verschlechterung der mechanischen Teile. Komponenten wie Lager, Dichtungen und Riemen verschleißen im normalen Betrieb, wodurch die Leistung bis zum Ausfall abnimmt. Planmäßige Wartungen und der Austausch von Komponenten verlängern die Lebensdauer.

2. Mangelhafte Wartungspraktiken

Ausgelassene Inspektionen, falsche Schmierung oder ignorierte kleinere Defekte können zu schwerwiegenderen Ausfällen führen. Vorbeugende Wartung hilft, anbahnende Probleme frühzeitig zu erkennen, bevor diese zu größeren Ausfällen führen.

3. Fehlende vorausschauende Wartung (PdM)

Ohne vorausschauende Wartungstools treten Ausfälle unerwartet auf. Echtzeitüberwachung und Datenanalyse decken Anomalien frühzeitig auf, sodass Eingriffe während geplanter Stillstände möglich sind, anstatt während erzwungener Ausfälle.

4. Bedienungsfehler

Unzureichende Schulungen oder Abweichungen von den Betriebsverfahren können Anlagen beschädigen. Das Missachten von Sicherheitsvorschriften oder der Betrieb von Maschinen außerhalb der Auslegungsgrenzen beschleunigen den Verschleiß und erhöhen die Ausfallhäufigkeit.

5. Konstruktions- oder Herstellungsfehler

Fehler in der Konstruktion oder Produktion führen zu vorzeitigen Ausfällen. Mängel bei Bauteilen, Materialfehler oder minderwertige Fertigung verkürzen die Lebensdauer von Anlagen. Eine strenge und konsequente Qualitätskontrolle während der Konstruktion verringert dieses Risiko.

6. Umweltbedingungen

Hohe Luftfeuchtigkeit, korrosive Atmosphären oder Temperaturschwankungen verkürzen die Lebensdauer von Anlagen. Hohe Luftfeuchtigkeit, korrosive Atmosphären oder Temperaturschwankungen verkürzen die Lebensdauer von Anlagen. Die Kontrolle von Umwelteinflüssen und der Einsatz von Schutzmaßnahmen schützen vor den negativen Auswirkungen äußerer Einflüsse und reduzieren Unterbrechungen.

7. Verschleiß und Alterung von Komponenten

Maschinen und Anlagen unterliegen im Laufe der Zeit einem natürlichen Verschleiß. Wenn Bauteile wie Lager, Zahnräder oder Dichtungen nicht rechtzeitig ausgetauscht werden, kann es zu mechanischen Ausfällen kommen.

8. Übermäßige Abhängigkeit von reaktiver Wartung

Die Reparatur von Anlagen erst nach einem Ausfall führt zu ungeplanten Ausfallzeiten und erhöhten Kosten. Durch vorbeugende Wartung und fortwährende Überwachung lässt sich die Häufigkeit und Schwere von Ausfällen reduzieren.

9. Überwartung von Anlagen

Zu häufige Wartungsmaßnahmen können Ausfälle beschleunigen. Übermäßige Schmierung, unnötiger Bauteilwechsel oder redundante Inspektionen belasten die Komponenten, führen zu Verunreinigungen oder beeinträchtigen Kalibrierungen, was vorzeitigen Verschleiß zur Folge hat.

10. Menschliche Fehler

Fehler bei der Installation, Reparatur oder Bedienung können erhebliche Störungen in der Anlagenleistung verursachen. Unzureichende Schulung oder fehlerhafte Bedienung der Mitarbeiter erhöhen das Risiko von Fehlfunktionen und Unfällen, insbesondere durch das Ignorieren wichtiger Sicherheitsvorkehrungen. Schulungen mit digitalen Arbeitsanweisungen, klare Dokumentationen und die Einhaltung von Standardarbeitsanweisungen (SOPs) minimieren Handhabungsfehler.

Instandhalter prüft Lagersitz an Getriebeflansch während routinemäßiger Inspektion

Vorbeugung von Ausfällen industrieller Anlagen

Anlagenausfälle stellen ein erhebliches Risiko für die Produktivität und Rentabilität dar. Glücklicherweise lassen sich die meisten Ausfälle auf bestimmte Ursachen zurückführen, die durch präventive Maßnahmen vermieden werden können:

Regelmäßige Wartungsinspektionen

Beginnen Sie mit täglichen Kontrollen durch das Bedienpersonal und führen Sie anschließend planmäßige technische Inspektionen durch. Checklisten sollten Verschleißstellen, Flüssigkeitsstände, Ausrichtung und Festigkeit der Befestigungen abdecken. Digitale Tools bieten die Möglichkeit, Inspektionsergebnisse sofort aufzuzeichnen und durch Musteranalysen potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen.

Vorbeugende Wartung

Planen und führen Sie vorbeugende Wartung konsequent durch, um Ausfälle zu verhindern. Führen Sie Inspektionen, Schmierungen und Komponentenaustausch gemäß Herstellerangaben und Betriebsstunden aus. Ersetzen Sie Verschleißteile vor dem tatsächlichen Ausfall, um größere Schäden zu vermeiden. Verfolgen Sie die Wartungshistorie, um Wartungsintervalle zu optimieren und unnötige Arbeiten zu reduzieren.

Condition Monitoring & vorausschauende Wartung

Installieren Sie IoT- und Sensortechnologien wie Vibrations- und Temperatursensoren an kritischen Maschinen zur Früherkennung von Anomalien. Definieren Sie Schwellenwerte für Lagertemperaturen, Vibrationsmuster und Ölverschmutzungsgrade, die bei abnormalen Zuständen Warnmeldungen auslösen. Nutzen Sie zustandsbasierte Wartung, um Notfallreparaturen um bis zu 70 % zu reduzieren, indem Sie Probleme vor dem Ausfall beheben.

Standardisierte Arbeitsanweisungen (SOPs)

Erstellen Sie standardisierte Arbeitsanweisungen (SOPs), um gleichbleibend hohe Wartungsqualität zu sichern. Definieren Sie für jede Aufgabe detaillierte Vorgaben zu Drehmomentspezifikationen, Ausrichtungstoleranzen und Qualitätskontrollpunkten. Eliminieren Sie so Qualitätsschwankungen und gewährleisten Sie einheitliche Standards unabhängig von der Technikerfahrung.

Aufbau eines kompetenten Wartungsteams

Schulen Sie Ihr Wartungsteam umfassend, um die Anlagensicherheit zu gewährleisten. Stellen Sie sicher, dass das Personal mit ordnungsgemäßen Betriebsverfahren, Belastungsgrenzen und Start-/Stopp-Sequenzen vertraut ist. Trainieren Sie das Erkennen von Warnzeichen wie ungewöhnlichen Geräuschen, Temperaturanstiegen, Vibrationen oder Leistungsabfällen. Autorisieren Sie ausschließlich geschulte Bediener für den Anlagenbetrieb, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Investition in hochwertige Anlagen

Führen Sie fortlaufende Wartung durch, evaluieren Sie jedoch den Anlagenersatz, sobald Reparaturkosten 50 % des Wiederbeschaffungswerts überschreiten oder die Ausfallhäufigkeit trotz ordnungsgemäßer Instandhaltung steigt. Moderne Systeme bieten überlegene Diagnostik, höhere Energieeffizienz und integrierte Zustandsüberwachung.

CMMS Software zur Wartungsoptimierung

Implementieren Sie ein CMMS (Computerized Maintenance Management System), um Wartungsprozesse zu digitalisieren und datenbasierte Entscheidungen zu ermöglichen. Dies reduziert ungeplante Ausfallzeiten, senkt Instandhaltungskosten und erhöht die Anlagenverfügbarkeit nachweislich.

Reagieren Sie nicht - beugen Sie vor

Produktionsstillstände kosten nicht nur Geld; sie gefährden Liefertreue, Kundenzufriedenheit und Wettbewerbsfähigkeit: Wenn Anlagenausfälle Ihren Betrieb beeinträchtigen, ist eine kritische Überprüfung Ihrer Wartungsstrategie erforderlich:

Analysieren Sie systematisch Ihre Ausfallmuster und identifizieren Sie, wo Stillstände die größten betriebswirtschaftlichen Auswirkungen haben. Die entscheidende Frage: Adressieren Sie die Ursachen oder behandeln Sie lediglich Symptome? Entsprechen Ihre Wartungsstrategien den tatsächlichen Anforderungen Ihrer Anlagen oder folgen sie veralteten Routinen ohne messbaren Mehrwert, was zu unzureichenden Wartungsarbeiten führt?


Beginnen Sie mit schrittweisen Verbesserungen, anstatt eine sofortige Komplettüberholung vorzunehmen. Effektive erste Maßnahmen für eine störungsfreie Produktion können z.B. eine Schmierung an kritischen Maschinen, Implementierung von Zustandsüberwachung für kapitalintensive Anlagen, oder die Einführung regelmäßiger Inspektionen durch qualifiziertes Personal umfassen.


Der erste Schritt ist entscheidend. Sichtbare Erfolge schaffen Vertrauen, rechtfertigen weitere Investitionen und transformieren Ihren Betrieb von reaktivem Krisenmanagement hin zu strukturierter, zuverlässigkeitsorientierter Instandhaltung.

flowdit: Von reaktiver Wartung zu proaktiver Anlagensteuerung

Viele Wartungssysteme konzentrieren sich auf die Verwaltung von Aufgaben. flowdit transformiert Ihre gesamte Instandhaltungsstrategie. Mit unserem CMMS-System (Computerized Maintenance Management System) ermöglichen wir Ihnen eine Echtzeitüberwachung Ihrer Anlagen, eine automatisierte Zuweisung von Arbeitsaufträgen und vorausschauende Wartungsfunktionen, die potenzielle Probleme identifizieren, bevor sie zu kostspieligen Ausfällen führen.


flowdit fungiert als zentrales Instandhaltungssystem, das proaktive Wartungsstrategien durch kontinuierliche Datenanalyse unterstützt. Echtzeitdaten und detaillierte Einblicke in die Anlagenleistung ermöglichen fundierte Entscheidungen zur Reduzierung ungeplanter Ausfallzeiten und Steigerung der Gesamtanlageneffektivität (OEE)


Messbare Ergebnisse für Ihren Betrieb


✔️ Reduzierung ungeplanter Stillstände durch Früherkennung kritischer Anlagenzustände und proaktive Wartung


✔️ Ressourceneinsatz basierend auf tatsächlichem Wartungsbedarf statt pauschalen Zeitplänen


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✔️ Verlängerte Anlagenlebensdauer durch datengestützte Instandhaltung


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FAQ | Anlagenfehler und Wartung

Trotz regelmäßiger Wartung können unerwartete Anlagen-Ausfälle durch Faktoren wie unvorhergesehene Materialfehler, Verschleiß, der nicht immer exakt vorhersehbar ist, oder unsachgemäße Bedienung auftreten. In vielen Fällen haben sich systemische Schwächen oder versteckte Fehler angesammelt, die erst bei bestimmten Lasten oder Betriebsbedingungen zu Störungen führen. 

  • Mean Time Between Failures (MTBF): Misst die durchschnittliche Zeit zwischen Ausfällen. 

  • Mean Time to Repair (MTTR): Gibt die durchschnittliche Reparaturzeit für ausgefallene Maschinen an. Ein niedriger Wert bedeutet schnellere Reparaturen und weniger Stillstand – ein wichtiger Indikator für die Effizienz Ihrer Wartungsarbeiten.

  • Anlagenverfügbarkeit: Misst den Anteil der Betriebszeit einer Anlage. Höhere Verfügbarkeit bedeutet geringere Ausfallrisiken und eine fortlaufende Produktion.

  • Wartungs-Compliance: Zeigt, wie gut geplante Wartungsmaßnahmen umgesetzt werden. 

  • Fehlerrate: Verfolgt die Häufigkeit von Ausfällen pro Zeiteinheit. 

  • Kosten für ungeplante Ausfälle: Misst die finanziellen Auswirkungen von unvorhergesehenen Ausfällen.

  • OEE (Overall Equipment Effectiveness): Kombiniert Verfügbarkeit, Leistung und Qualität – ein hoher OEE-Wert minimiert Ausfallrisiken.

Ein Common Cause Failure (CCF) tritt auf, wenn mehrere Komponenten einer Anlage durch eine einzige Ursache gleichzeitig oder schnell hintereinander ausfallen. Dies kann durch fehlerhaftes Systemdesign, mangelhafte Wartung oder äußere Einflüsse wie Temperatur- und Stromschwankungen passieren. CCF destabilisiert oft das gesamte System und führt zu größeren Produktionsunterbrechungen. 

Geplante Ausfälle sind zuvor festgelegte Maschinen-Stillstände, die für Wartungs-, Reparatur- oder Upgrade-Maßnahmen eingeplant werden und i.d.R. keine unvorhergesehenen Störungen verursachen.

Ungeplante Ausfälle hingegen treten plötzlich und unerwartet auf, meist aufgrund von unerkannten Fehlern, unzureichender Wartung oder unvorhergesehenen Störungen. 

  • Betriebs- und Wartungschecks: Sicherstellen, dass Maschinen ordnungsgemäß gewartet werden, inkl. Ölständen, Temperatur- und Druckwerten sowie der Funktionsfähigkeit kritischer Komponenten.
  • Sicherheitschecks: Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen wie Notabschaltungen, Sicherheitsventile und Schutzvorrichtungen auf ihre ordnungsgemäße Funktion.

  • Fehlerprotokolle und Ursachenanalyse: Dokumentation vergangener Störungen und Kontrolle, ob zugrunde liegende Ursachen behoben wurden.

  • Betriebsbedingungen und Umwelteinflüsse: Überprüfung von Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Stromversorgung, die die Anlagenleistung beeinträchtigen könnten.

Selbst identische Maschinen können aufgrund geringfügiger Unterschiede in den Fertigungstoleranzen, Verschleißmustern oder Betriebsbedingungen unterschiedliche Ausfallraten aufweisen. Variablen wie Bedienung, Wartungshäufigkeit und Umgebungsfaktoren spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

  • Verwendung falscher Teile
  • unsachgemäße Kalibrierung
  • Nichteinhaltung von Wartungsplänen
  • Ignorieren von Frühwarnzeichen

➤ Diese Fehler können schnell zu größeren Systemausfällen bzw. Produktionsausfällen eskalieren.

  • Ungewöhnliche Vibrationen
  • Überhitzung
  • Seltsame Geräusche
  • Leistungsabfall

➤ Überwachungssysteme können auch abnormale Druck-, Durchfluss- oder Temperaturwerte erkennen, bevor ein Ausfall auftritt.

Ohne standardisierte Verfahren wird die Wartung uneinheitlich, was zu versäumten Kontrollen, unsachgemäßen Reparaturen oder übersehenen Komponenten führt. Dies erhöht das Ausfallrisiko, da kleine Probleme nicht behoben werden.

Reaktive Wartung befasst sich oft eher mit Symptomen als mit den Ursachen, wodurch sich die zugrunde liegenden Probleme verschlimmern können. Dies führt zu unerwarteten Geräteausfällen, höheren Reparaturkosten und längeren Ausfallzeiten im Vergleich zu proaktiven Wartungsstrategien.

Zustandsorientierte Wartung ist eine lohnende Investition, wenn Ihre Anlagen komplex sind oder in kritischen Umgebungen betrieben werden, in denen Ausfälle zu erheblichen Ausfallzeiten oder Sicherheitsrisiken führen können. 

Extreme Temperaturen können Materialeigenschaften verändern, was zu schnellerem Verschleiß oder Ausfällen führt. Hohe Temperaturen können Schmierstoffe verflüssigen und elektronische Bauteile überlasten, während Kälte Materialien spröde macht. Weitere Umweltfaktoren wie Feuchtigkeit, Staub und Korrosion verkürzen die Lebensdauer der Anlagen. Die fortwährende Überwachung konstanter Umweltfaktoren ist entscheidend, um Schäden und Ausfälle zu vermeiden.

  1. Sorgen Sie für die Sicherheit des Personals und sichern Sie den Bereich.
  2. Dokumentieren Sie den Ausfall, einschließlich Zeitpunkt, Bedingungen und Symptomen.
  3. Diagnostizieren Sie die unmittelbare Ursache und bewerten Sie die Auswirkungen auf die Produktion.
  4. Führen Sie nach Möglichkeit eine vorübergehende Reparatur durch.
  5. Planen Sie eine Untersuchung der Grundursache.
  6. Erstellen Sie einen Bericht für vorbeugende Maßnahmen.

Eine fehlende Ersatzteilstrategie verlängert Ausfallzeiten, da wichtige Komponenten bei Defekten nicht vorrätig sind und schwer beschafft werden können. Ohne vorausschauende Planung werden Ersatzteile oft erst nach einem Ausfall bestellt, was Reparaturen verzögert. Zusätzlich können lange Lieferzeiten oder Produktionsengpässe bei Zulieferern die Reparatur weiter hinausschieben.

Image: Adobe Stock – Copyright: © Olha Havelia

Marion Heinz
Editor
Content writer with a background in Information Management, translating complex industrial and digital transformation topics into clear, actionable insights. Keen on international collaboration and multilingual exchange.

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