Geschäftskategorie: Sicherheit / Industriekategorie: Bauwesen

PSA Checkliste – Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung

Mit dieser PSA Checkliste ermitteln Sicherheitsverantwortliche systematisch die Gefährdungen am Arbeitsplatz und legen die passende persönliche Schutzausrüstung für Augen, Gesicht, Kopf, Hände, Körper, Füße und Gehör fest. Sie führt strukturiert durch Auswahl, Passform und Wartung der PSA, die Unterweisung der Mitarbeiter, die Kontrolle des Verständnisses, die Durchsetzung der korrekten PSA-Benutzung und die Planung erforderlicher medizinischer Untersuchungen. Die Checkliste hilft, Gefährdungen bei Tätigkeiten wie Schweißen, Schneiden, Schleifen, im Umgang mit Chemikalien, auf Baustellen, in der Instandhaltung und im Gesundheitswesen zu dokumentieren, und unterstützt die regelmäßige Bewertung des PSA-Programms, damit es vollständig und vorschriftsgemäß bleibt.

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PSA Checkliste – Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung
Basierend auf

So verwenden Sie diese Checkliste

  • **Legen Sie das PSA-Programm fest.** Bestimmen Sie, wie PSA ausgewählt, ausgegeben und gewartet wird, wie die Benutzung durchgesetzt wird und wer für welchen Teil verantwortlich ist.
  • **Führen Sie die Gefährdungsbeurteilung durch.** Gehen Sie jeden Arbeitsbereich und jede Tätigkeit durch und stellen Sie für jeden Körperbereich – Augen, Gesicht, Kopf, Füße, Hände, Körper und Gehör – fest, ob eine Gefährdung besteht, die Schutz erfordert.
  • **Dokumentieren Sie die Ergebnisse.** Halten Sie für jede festgestellte Gefährdung die erforderliche PSA fest sowie die Bedingungen und Arbeitssituationen, in denen sie getragen werden muss.
  • **Unterweisen Sie die Beschäftigten.** Erklären Sie, warum die jeweilige Ausrüstung notwendig ist, vor welchen Gefährdungen sie schützt, wo ihre Grenzen liegen, wann sie getragen werden muss, wie sie angelegt, eingestellt und sicher abgelegt wird und wie sie gereinigt, gewartet und gelagert wird.
  • **Unterweisen Sie in der Sichtprüfung.** Zeigen Sie den Beschäftigten, wie sie ihre Ausrüstung vor jeder Benutzung prüfen und Verschleiß oder Beschädigungen erkennen: abgesplitterte, zerkratzte oder abgenutzte Sichtscheiben, ausgeleierte oder ausgefranste Kopfbänder, beschädigte Innenausstattungen sowie gerissene oder durchlöcherte Helmschalen.
  • **Prüfen Sie das Verständnis.** Bestätigen Sie mit einer festgelegten Methode, dass die Beschäftigten die Anforderungen verstanden haben, statt davon auszugehen, dass die Unterweisung angekommen ist.
  • **Legen Sie Durchsetzung und medizinische Untersuchungen fest.** Bestimmen Sie, wie die korrekte Benutzung konsequent durchgesetzt wird, und organisieren Sie alle medizinischen Untersuchungen oder Beurteilungen, die das Programm erfordert.
  • **Überprüfen und verbessern Sie das Programm.** Planen Sie eine regelmäßige Bewertung des Programms, damit festgestellte Lücken geschlossen werden und der Schutz zur Arbeit passt.
  • **Führen Sie Aufzeichnungen.** Dokumentieren Sie die Beurteilung, die ausgewählte Ausrüstung, die durchgeführten Unterweisungen und die Ergebnisse der Überprüfungen.

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Was die PSA-Gefährdungsbeurteilung abdeckt

Mit der Gefährdungsbeurteilung für persönliche Schutzausrüstung ermitteln Sie, welchen Schutz die Arbeit tatsächlich erfordert, statt Ausrüstung aus Gewohnheit auszugeben. Sie betrachten die Tätigkeiten der Beschäftigten und die Arbeiten in ihrer Umgebung und entscheiden für jeden Körperbereich, ob eine Gefährdung besteht, die Schutz erfordert. Die Beurteilung umfasst sieben Bereiche: Augen, Gesicht, Kopf, Füße, Hände, Körper und Gehör. Für jeden Bereich ist die Frage konkret. Sägen, schneiden, bohren, schleifen, hämmern oder strahlen Beschäftigte in der Nähe von Staub und umherfliegenden Partikeln? Gießen, mischen, streichen oder reinigen sie mit Chemikalien, die spritzen können? Arbeiten sie unter Laufstegen oder Förderbändern oder in der Nähe von Hindernissen über Kopf? Gehen sie mit flüssigem Metall um oder arbeiten sie in der Nähe freiliegender spannungsführender Teile? Sind sie Lärm von Bearbeitungsmaschinen, Druckluftgeräten, Generatoren oder Lüftern ausgesetzt? Das Ergebnis ist eine dokumentierte Übersicht: welche Gefährdungen bestehen, welche PSA dagegen schützt und unter welchen Bedingungen sie getragen werden muss. Auf dieser Dokumentation baut alles Weitere auf – Unterweisung, Anpassung, Wartung und Durchsetzung.

Warum die PSA-Gefährdungsbeurteilung wichtig ist

PSA schützt nur, wenn es die richtige Ausrüstung für die tatsächliche Gefährdung ist und sie richtig sitzt, konsequent getragen und bei Verschleiß ersetzt wird. All das hängt von der zugrunde liegenden Beurteilung ab. Wird die Ausrüstung nach Gefühl ausgewählt, sind Beschäftigte möglicherweise gegen die falsche Gefährdung geschützt oder verlassen sich auf Ausrüstung, die der tatsächlichen Belastung nicht standhält. Werden die Grenzen der Ausrüstung nie erklärt, verlassen sich Beschäftigte auf einen Schutz, den es nicht gibt. Sitzt die Ausrüstung schlecht oder lässt sich die Schutzbrille nicht mit der Korrektionsbrille kombinieren, wird sie abgelegt. Prüft niemand auf Verschleiß, bleibt eine gerissene Helmschale oder eine ausgefranste Innenausstattung unbemerkt, bis es darauf ankommt. Die Beurteilung ist außerdem die Grundlage für Unterweisung und konsequente Durchsetzung. Ergibt sie einen Bedarf an medizinischen Untersuchungen oder Beurteilungen, weist sie auch darauf hin, und sie legt fest, wann geprüft wird, ob das Programm noch zur Arbeitsweise passt.

Was eine gute PSA-Gefährdungsbeurteilung umfasst

Eine gründliche Beurteilung geht alle Punkte der Reihe nach durch: - **Gefährdungsermittlung nach Körperbereich.** Augen, Gesicht, Kopf, Füße, Hände, Körper und Gehör werden jeweils daraufhin untersucht, durch welche Aufgaben und Tätigkeiten sie verletzt werden könnten. Zu den Gefährdungen der Augen gehören beispielsweise Staub und umherfliegende Partikel beim Sägen und Schleifen, Chemikalien- und Blutspritzer, Reizstoffe beim Laden von Batterien und beim Einbau von Glasfaserdämmung sowie intensives Licht oder Strahlung beim Schweißen und Schneiden. - **Dokumentierte Auswahl.** Die für jede Gefährdung erforderliche PSA wird schriftlich festgehalten, zusammen mit den Bedingungen und Arbeitssituationen, in denen sie getragen werden muss. - **Unterweisung, die das Verhalten betrifft, nicht nur das Wissen.** Die Beschäftigten lernen, warum der Schutz notwendig ist, vor welchen Gefährdungen er schützt und wo seine Grenzen liegen. Sie lernen außerdem, die Ausrüstung richtig anzulegen und einzustellen, sie sicher abzulegen, um Kontamination oder Verletzungen zu vermeiden, und sie zu reinigen, zu warten und zu lagern. - **Sichtprüfung.** Die Unterweisung umfasst das Erkennen von Schäden: abgesplitterte, zerkratzte oder abgenutzte Sichtscheiben; Kopfbänder, die ausgeleiert oder ausgefranst sind; gerissene, eingerissene oder abgenutzte Innenausstattungen; verformte, gerissene oder durchlöcherte Helmschalen. - **Verständniskontrolle.** Eine festgelegte Methode bestätigt, dass die Beschäftigten die Anforderungen tatsächlich verstanden haben. - **Regeln zur Durchsetzung.** Klare Maßnahmen sorgen dafür, dass PSA am Arbeitsplatz konsequent getragen wird. - **Medizinische Untersuchungen.** Alle vom Programm geforderten Untersuchungen oder Beurteilungen werden im Voraus organisiert. - **Regelmäßige Überprüfung.** Das Programm wird nach Zeitplan bewertet, damit Lücken geschlossen und Verbesserungen fortlaufend umgesetzt werden.

So gehen Sie vor

1. **Beginnen Sie mit dem Programm.** Bevor Sie einzelne Tätigkeiten beurteilen, legen Sie fest, wie PSA ausgewählt, ausgegeben und gewartet wird, wie die Benutzung durchgesetzt wird und wer für welchen Teil verantwortlich ist. 2. **Beurteilen Sie die Gefährdungen anhand der Arbeit.** Gehen Sie die Bereiche ab und prüfen Sie die Tätigkeiten. Fragen Sie für jeden Körperbereich, ob ein Risiko besteht – die Fragen der Checkliste sind so gruppiert, dass Gefährdungen für Augen und Gesicht, Kopf, Füße, Hände, Körper und Gehör nacheinander betrachtet werden. 3. **Dokumentieren Sie die Entscheidungen.** Halten Sie für jede Gefährdung die festgelegte PSA und die Bedingungen fest, unter denen sie getragen werden muss, damit die Anforderung eindeutig ist. 4. **Unterweisen Sie anhand der Anforderungen.** Erklären Sie, warum die Ausrüstung notwendig ist, vor welchen Gefährdungen sie schützt, wo ihre Grenzen liegen, wann sie getragen werden muss und wie sie angepasst, eingestellt, abgelegt, gewartet und gelagert wird. Vermitteln Sie auch die Sichtprüfung, die die Beschäftigten vor jeder Benutzung durchführen müssen. 5. **Prüfen Sie das Verständnis.** Kontrollieren Sie das Verständnis mit der festgelegten Methode. 6. **Legen Sie Durchsetzung und medizinische Untersuchungen fest.** Bestimmen Sie, wie die korrekte Benutzung sichergestellt wird, und organisieren Sie alle erforderlichen medizinischen Untersuchungen oder Beurteilungen. 7. **Überprüfen Sie nach Zeitplan.** Wiederholen Sie die Beurteilung und die Bewertung des Programms regelmäßig, schließen Sie festgestellte Lücken und halten Sie die Dokumentation aktuell.

Häufig gestellte Fragen

Eine PSA-Gefährdungsbeurteilung ist die strukturierte Untersuchung aller Arbeitsbereiche und Tätigkeiten, um Gefährdungen für Augen, Gesicht, Kopf, Füße, Hände, Körper oder Gehör zu ermitteln und festzulegen, welche Schutzausrüstung jede Situation erfordert, falls überhaupt. Dabei legen Sie die Bedingungen und Arbeitssituationen fest, in denen PSA getragen werden muss, dokumentieren die für jede Gefährdung ausgewählte Ausrüstung und bestimmen Unterweisung, Anpassung, Wartung und Durchsetzung, damit das Programm funktioniert. In Deutschland bilden das Arbeitsschutzgesetz (§ 5 Gefährdungsbeurteilung), die PSA-Benutzungsverordnung (PSA-BV) und die DGUV Vorschrift 1 den üblichen Rahmen für diese Arbeit.

Der PSA-Bedarf ergibt sich aus den Einwirkungen, denen die Arbeit die Beschäftigten tatsächlich aussetzt. Deshalb geht die Beurteilung die realen Tätigkeiten Körperbereich für Körperbereich durch. Bei Augen und Gesicht sind das Tätigkeiten, bei denen Staub, umherfliegende Partikel oder Splitter entstehen, etwa Sägen, Schneiden, Bohren, Schleifen, Hämmern und Strahlen; spritzende oder versprühte Chemikalien und mögliche Blutspritzer; Reizstoffe beim Laden von Batterien, beim Einbau von Glasfaserdämmung und bei Arbeiten mit Druckluft oder Gasen; sowie intensives Licht, Strahlung oder Laserstrahlen beim Schweißen und Schneiden. Beim Kopf geht es um Gegenstände, die von oben herabfallen können, Arbeiten unter Laufstegen oder Förderbändern und Hindernisse über Kopf beim Stehen oder Bücken. Bei den Füßen geht es um rollende oder herabfallende Gegenstände, elektrische Gefährdungen und Spritzer von flüssigem Metall. Bei den Händen um Schnitt- und Stichverletzungen, Abschürfungen, Kontakt mit Chemikalien und Blut, starke Hitze und elektrische Gefährdungen. Beim Körper um Staub und Chemikaliennebel, scharfe oder raue Oberflächen, Hitze und Flammen sowie Säuren, Laugen und Lösungsmittel. Beim Gehör um Lärm von spanender Bearbeitung, Schleifen, Sandstrahlen, Förderbändern, Druckluftgeräten, Generatoren, Lüftern, Motoren sowie Stanz- und Abkantpressen.

Sie wählen PSA passend zu einer dokumentierten Gefährdung aus und halten sowohl die Ausrüstung als auch die Bedingungen fest, unter denen sie getragen werden muss. Die Beschäftigten müssen wissen, warum dieser Schutz notwendig ist, vor welchen Gefährdungen er schützt und wo seine Grenzen liegen, damit sie sich nicht auf ihn verlassen, wo er nicht schützt. Die Passform ist ebenso wichtig wie die Auswahl: Die Beschäftigten werden unterwiesen, ihre Ausrüstung für einen sicheren, bequemen Sitz anzulegen und einzustellen und bei Augenschutz ihre Korrektionsbrille zu berücksichtigen. Sie lernen außerdem, die Ausrüstung sicher abzulegen, um Kontamination oder Verletzungen zu vermeiden, und sie zu reinigen, zu warten und zu lagern, damit sie ihre Schutzwirkung behält.

Die Beschäftigten werden unterwiesen, ihre PSA vor jeder Benutzung zu prüfen und zu erkennen, wann sie ersetzt werden muss. Beim Augen- und Gesichtsschutz sind das abgesplitterte, zerkratzte oder abgenutzte Sichtscheiben und Kopfbänder, die ausgeleiert oder ausgefranst sind. Beim Kopfschutz sind es gerissene, eingerissene, ausgefranste oder anderweitig beschädigte Innenausstattungen und verformte, gerissene oder durchlöcherte Schirme oder Helmschalen. Reinigung und Desinfektion gehören ebenso zur Unterweisung wie das richtige Anlegen und Einstellen der Ausrüstung.

Die Unterweisung ist erst abgeschlossen, wenn Sie nachweisen können, dass sie verstanden wurde. Legen Sie eine Methode fest, mit der Sie das Verständnis der Beschäftigten für die PSA-Anforderungen beurteilen und überprüfen. Die Unterweisung selbst baut auf konkreten Fragen auf: Wissen die Beschäftigten, wann der Schutz getragen werden muss, wie er schützt, wo seine Grenzen liegen, wie er angepasst und eingestellt wird und wie Verschleiß oder Schäden zu erkennen sind? Sieht das Programm medizinische Untersuchungen oder Beurteilungen vor, müssen diese organisiert werden. Außerdem sollten Maßnahmen zur Durchsetzung festgelegt werden, damit PSA am Arbeitsplatz konsequent richtig benutzt wird.

Ermitteln und dokumentieren Sie die für jede festgestellte Gefährdung erforderliche PSA und machen Sie den Beschäftigten klar, unter welchen Bedingungen und in welchen Arbeitssituationen sie getragen werden muss. Unterweisen Sie die Beschäftigten zu Auswahl und Grenzen der Ausrüstung, zur Prüfung vor jeder Benutzung, zum Anlegen und Einstellen für einen sicheren Sitz, zum sicheren Ablegen sowie zu Reinigung, Wartung und Lagerung. Prüfen Sie, ob die Unterweisung verstanden wurde, legen Sie fest, wie die korrekte Benutzung durchgesetzt wird, organisieren Sie alle vom Programm geforderten medizinischen Beurteilungen und legen Sie einen Zeitplan für die regelmäßige Bewertung und Verbesserung des Programms fest. Eine lückenlose Dokumentation unterstützt all das, und festgestellte Lücken werden geschlossen, statt offen zu bleiben.
Marion Heinz
Verfasst von
Marion Heinz
Editor

Content writer with a background in Information Management, translating complex industrial and digital transformation topics into clear, actionable insights. Keen on international collaboration and multilingual exchange.

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